Verarbeitung von eUmzügen im System

Innerhalb welcher Frist muss die Gemeinde eine Meldung verarbeiten?

Die Gemeinden sollten Meldungen innerhalb von 24h während Arbeitstagen bearbeitet haben. Voraussetzung ist natürlich, dass alle Informationen vorliegen.

Wie ist vorzugehen, wenn zwei Wegzugsereignisse (Schalter und eUmzug) im System sind?

Um dies zu vermeiden, sollten Sie sich grundsätzlich bei Meldungen am Schalter erkundigen, ob der Kunde allenfalls bereits eine eUmzug-Meldung gemacht hat. Wenn ja, eUmzugCH-Meldung verarbeiten.

Wenn zwei Wegzugsereignisse vorliegen:

  1. Wegzugsereignis im EWK-System auf keinen Fall ablehnen! Erkundigen Sie sich bei Ihrem EWK-Softwarelieferanten, welche Aktion Sie durchführen müssen.
  2. Informieren Sie die Stabsstelle E-Government eumzug@sk.so.ch. Diese bestätigt den Wegzug im Pflegebereich von eUmzug, damit die Zuzugsmeldung ausgelöst wird. Würde die Meldung abgelehnt, würde die Zuzugsgemeinde keine Meldung erhalten und die vom Bürger hochgeladenen Dokumente gingen verloren.

Allfällig doppelt bezahlte Gebühren müssen erstattet werden.

Darf ich einen eUmzug im EWK-System ablehnen?

eUmzuge sollten nicht abgeleht werden. Insbesondere Wegzüge dürfen nicht abgelehnt werden, weil sonst die Zuzugsgemeinde keine Meldung erhält.

Der Einwohnerdienst der Wegzugsgemeinde kann einen Abbruch nur nach Rücksprache mit der umzugswilligen Person vornehmen. Ein Abbruch kann erfolgen, wenn die Bedingungen für einen Wegzug nicht erfüllt sind (z.B. Hauptwohnsitz bleibt in der Wegzugsgemeinde, Trennung von Ehepartnern mit Kindern, Sorgerecht, Kinder bleiben bei der zurückbleibenden Person gemeldet).

Die Einwohnerdienste müssen in diesem Fall zwingend miteinander in Kontakt treten. Die Person hat allfällige Zuzugsgebühren bereits beglichen, diese müssen ihr zurückerstattet werden (am Schalter oder mittels Rückvergütung).

Für die entsprechende Bearbeitung im Einwohnerkontrollsystem hilft Ihnen Ihr Softwareanbieter gerne weiter.

Achtung: Bei doppelt gemeldetem Wegzug (z.B. am Schalter und zusätzlich per eUmzug) darf die eUmzug-Meldung keinesfalls abgelehnt werden. Der Wegzug muss bestätigt werden.

Wo kann ich in der Meldung den Wohnungscode erkennen (Mietwohnung oder Eigentum)

Der Code ist unter housingSituationType ersichtlich:

1 = Eigentum
2 = Miete
3 = Untermiete

Welche Benachrichtigungen erhält die meldende Person vom eUmzug-System?

Bei folgenden Ereignissen erhält die meldende Person eine E-Mail-Nachricht:

  • Bei Einreichen der Umzugsmeldung
  • Bei Bestätigung eines interkantonalen Zuzugs
  • Bei Ablehnung eines Weg- oder Zuzugs

Wenn die Zuzugsgemeinde noch nicht an eUmzug angeschlossen ist, wird dies dem Bürger im Umzugsprozess unter Schritt "Zusammenfassung" angezeigt und ist im Beleg vermerkt.

Was passiert bei einem Wegzug mit dem Heimatschein?

Der Heimatschein wird per Post von der Wegzugsgemeinde an die Zuzugsgemeinde geschickt.

Was passiert, wenn die Zuzugsgemeinde gar keinen Heimatschein benötigt/verlangt?

In diesem Fall wird der Heimatschein dem/der Bürger/in ausgehändigt. Die Weg- und Zuzugsgemeinden einigen sich bilateral über das Vorgehen.

Kann ich die Person zwingen, trotz eUmzug noch persönlich vorzusprechen?

Auf Bundes- oder Kantonsebene existiert keine gesetzliche Grundlage für einen Zwang zum persönlichen Vorsprechen. Die Gemeinden können dies aber (z.B. in der Gemeindeordnung) selbst regeln.