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Newsletter Departement des Innern (DDI)
Nr.1 - August 2019

Guten Tag

Ich werde immer wieder gefragt, was wir denn konkret im DDI alles machen.

Wenn ich aufzähle, welche Arbeiten in den Ämtern, Abteilungen und Fachbereichen anstehen, was für Projekte und Ideen entwickelt und realisiert werden, wird nicht nur mir bewusst, welche Verantwortung wir tragen und welche wichtige Rolle uns in unserem Kanton zukommt.

Wir haben es mit Menschen in verschiedenen Lebenssituationen, Lebensabschnitten und Zwangssituationen zu tun. Wir stehen in Kontakt mit Gemeinden, Institutionen, Leistungserbringern und Leistungsbezügern auf allen Ebenen. Wir müssen das Wohl der Allgemeinheit und die Einzelschicksale miteinander in Einklang bringen, manchmal geradezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Das Verständnis für unsere Arbeit ist wichtig und schafft Vertrauen und Akzeptanz. Mit diesem DDI- Newsletter versuchen wir ab jetzt regelmässig einen Einblick in die Aufgaben des Departements und seiner Ämter zu geben und sie in ihrer Vielfältigkeit und Wichtigkeit fassbar und informativ darzustellen. Viel Gewinn und auch Vergnügen beim Lesen!

Susanne Schaffner, Regierungsrätin

 

Themen

Neue Präventionsplattform: hebsorg.ch

Mit der Internetplattform HEBSORG.CH lanciert der Kanton Solothurn zusammen mit der Solothurner Spitäler AG (soH) eine leistungsstarke, einfach bedienbare und umfassende Übersicht über die Präventionsangebote im Kanton. Die Internetplattform richtet sich an die Solothurner Bevölkerung sowie die Ärzteschaft und interessierte Fachpersonen.

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Kantonales Krebsregister eingeführt

Auf den 1. Januar 2019 führte der Kanton Solothurn das Krebsregister ein, welches die Universität Bern im Auftrag des Gesundheitsamtes des Kantons Solothurn eingerichtet hat.

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Elternnotruf seit 01.08.2019 auch im Kanton Solothurn

Neu finanziert der Kanton Solothurn einen Notruf für Solothurner Erziehungsberechtigte. Der Elternnotruf bietet Unterstützung bei Erziehungsfragen sowie in Krisensituationen und ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar.

Der Elternnotruf ist unter der Tel-Nr. 0848 35 45 55 erreichbar. Die Beratung erfolgt vertraulich, anonym und kostenlos  (Festnetztarif).

Neben der telefonischen Beratung bietet der Elternnotruf auch >E-Mail-Beratung an (>24h@elternnotruf.ch).

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Neue Homepage für den Sozialpreis

Der Sozialpreis hat seit Kurzem einen neuen Webauftritt. Alle Informationen zu den Nominierten sowie zur Jury und der Preisverleihung finden sich auf >sozialpreis.so.ch.

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Freitag, 22. November 2019, im Alten Spital in Solothurn statt.

DDI verabschiedet Charta für familienfreundliche Führungskultur

Das DDI hat in Zusammenarbeit mit den einzelnen Ämtern eine Charta zur familienfreundlichen Führungskultur ausgearbeitet. Darin werden sowohl verbindliche Führungsgrundsätze festgeschrieben als auch konkrete Massnahmen formuliert.

Mit der Charta verpflichten sich die Führungsverantwortlichen, das bereits bestehende Angebot des Kantons aktiv zu kommunizieren, zu fördern und einheitlich anzuwenden. Wie bereits im Gesamtarbeitsvertrag festgehalten, sollen berufliche Karrieren auch bei Teilzeitpensen unterstützt und Frauen für berufliche Chancen motiviert werden. Ausserdem sollen flexible Arbeitsmodelle dazu beitragen, dass Betreuungs- und Pflegeverantwortungen besser ausgeübt werden können.

Veranstaltungen

12./13.09.2019: >80. Jahreskonferenz der Vereinigung der Kantonalen Migrationsbehörden (VKM) in Solothurn

14.09.2019: >Eröffnung Bundesasylzentrum ohne Verfahrensfunktion in Flumenthal

Abenteuer Schulweg

«Grüezi Frau Polizei!» tönt es aus einer Gruppe PrimarschülerInnen, die am Fussgängerstreifen auf ihre Lehrerin warten. Marilyn Gander lacht und winkt zurück. «Manchmal begrüssen sie mich auch mit Frau Iseli. Sie meinen aber wohl die Verkehrsinstruktorin, die sie von den Schulbesuchen kennen.» Zusammen mit Matthias Kropf steht sie an einer etwas unübersichtlichen Kreuzung vor dem Bifang Schulhaus in Olten. Es ist Schulbeginn, für die Kindergärteler und PrimarschülerInnen geht der Ernst des Lebens los.

Kropf und Gander befinden sich an diesem trüben Dienstagmorgen auf Schulwegkontrolle. In den Händen halten die beiden KantonspolizistInnen das Präventionsmaterial: Informationsflyer für die AutofahrerInnen, Täfeli für die Kinder. Die diesjährige Schulwegkampagne steht unter dem Motto «Achtung – Kinder überraschen». Neben der Plakatkampagne sollen AutofahrerInnen durch die Präsenz von PolizistInnen in der Nähe der Schulhäuser daran erinnert werden, dass die Sommerferien vorbei sind und auf den Strassen besondere Vorsicht geboten ist. Den Kindergärteler und PrimarschülerInnen schauen die beiden PolizistInnen indes aufmerksam auf die Füsse.

Wer sich ans altbewährte «Luege, lose, laufe» hält, wird gelobt und bekommt eine Schachtel Täfeli. Wer hingegen zu wenig aufmerksam ist, wird freundlich auf die Verkehrsregeln hingewiesen; schliesslich verträgt es auf der Strasse keine Überraschungen. Die Schulwegkontrollen sind aber nur ein Teil der Unfallverhütung durch die Kantonspolizei Solothurn. Ausgebildete VerkehrsinstruktorInnen, wie etwa die eingangs erwähnte Frau Iseli, suchen jährlich mehrere hundert Kindergärten und Schulen auf.

«Die Kinder sind aber meistens nicht das Problem», meint Marilyn Gander, nachdem sie eine Gruppe junger Frauen daran erinnert, dass Fussgängerstreifen nicht nur als Kriegsbemalung von Strassen gedacht sind. Die Kinder wüssten meist, wie sie sich auf der Strasse zu verhalten hätten. «Junge Erwachsene hingegen nehmen es manchmal weniger genau.» Doch die Präsenz wirkt: Ein Knabe, der mit dem Velo auf den Fussgängerstreifen zufährt, erkennt die orange Weste der KAPO, steigt vom Fahrrad ab und geht regelkonform über die Strasse.

Überhaupt reagieren die PassantInnen positiv auf die Anwesenheit der beiden PolizistInnen. «Wenn sie ganz klein sind, wollen alle Polizisten werden», erklärt Kropf. Dann folge eine Zeit, in welcher die Polizei vielen ein wenig auf die Nerven gehe. «Und wenn sie dann älter werden, haben sie wieder Freude an den PolizistInnen». Als ob sie die These von Kropf bestätigen möchte, hält eine ältere Frau mit Einkaufwagen an und beginnt mit den beiden PolizistInnen zu plaudern. Auch dafür muss Zeit sein.

Kropf und Gander scheinen gut zu harmonieren. Kropf, der seit mehr als 17 Jahren bei der KAPO im Einsatz ist, war zu Beginn Marilyn Ganders «Götti». Was heisst das? «Nach der Ausbildung begleiten wir die neuen PolizistInnen und stehen ihnen bei allen Fragen zur Verfügung», erklärt Matthias Kropf. Gander, die jetzt seit 1.5 Jahren bei der KAPO arbeitet, hat die Götti-Zeit hinter sich gelassen und ist voll im Korps angekommen. «Ich halte sie aber immer noch an einer langen Leine», witzelt Kropf und erntet einen warnenden Blick seiner Partnerin.

Die Szene passt zur allgemeinen Dynamik zwischen den Beiden: nichts bleibt unkommentiert, kaum eine Chance für einen Scherz wird vergeben. Diesen Eindruck bestätigt später auch ihr Vorgesetzter: «Da haben Sie sich die zwei Besten ausgesucht für einen Ausflug!», meint Postenchef Urs Koller lachend.

Um 09:15 ist die erste Kontrolle des Tages vorbei und Kropf und Gander fahren zurück zum Posten. Hinten im Polizeiauto liegen schusssichere Westen, Taschen und sonstige Materialien. Für was haben sie all die Dinge zu einer Schulwegkontrolle mitgenommen? «Wenn wir ausrücken, dann immer 100%», sagt Kropf. Schliesslich erwarte man von der Polizei immer vollen Einsatz – ob bei der Schulwegkontrolle oder bei einem Notfall.

Mehr Informationen zur Schulwegprävention der Kantonspolizei Solothurn finden Sie >hier.

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