Kantone Aargau und Solothurn unterstützen "Jugend Mit Wirkung"

Solothurn - 30.01.2007 - Die Kantone Aargau und Solothurn unterstützen in den nächsten drei Jahren Gemeinden, die sich am Projekt "Jugend Mit Wirkung" beteiligen. Damit soll in den Gemeinden langfristig eine erfolgreiche und nachhaltige Jugendmitwirkung erreicht werden. Gestartet wird am 10. März 2007 mit einer Informationsveranstaltung in Aarau.

"Jugend Mit Wirkung" ist ein Projekt, bei welchem Beziehungen zwischen dem politischen Interesse der Jugendlichen und der demokratischen Mitwirkung hergestellt werden. Es hat zum Ziel, Jugendlichen das aktive Mitwirken im Gemeinwesen zu ermöglichen und den generationsübergreifenden Dialog zu fördern. Seit einigen Jahren wird in einzelnen Schweizer Gemeinden, beispielsweise im aargauischen Würenlos, das von "INFOKLICK.CH, Kinder und Jugendförderung Schweiz" entwickelte Modell erfolgreich durchgeführt.

Start am 10. März mit einer Infoveranstaltung
Die beiden Kantone Aargau und Solothurn fördern in den nächsten drei Jahren mit Unterstützung von INFOKLICK.CH die Bekanntmachung sowie die Umsetzung des Modells in den Gemeinden. Offiziell gestartet wird am 10. März 2007 mit einer Infoveranstaltung im Grossratssaal in Aarau. Das Modell "Jugend Mit Wirkung" wird vorgestellt, die Gemeinde Würenlos berichtet über praktische Erfahrungen, und in Workshops werden die Teilnehmenden die Möglichkeiten der konkreten Umsetzung auf der Gemeindeebene erarbeiten. Angesprochen sind Gemeindebehörden, Jugendarbeit, Kirche, Politik sowie interessierte Jugendliche und Erwachsene.
Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen für Gemeinden unter: http://www.jugendmitwirkung.ch/ag oder www.jugendmitwirkung.ch/so. Anmeldeschluss ist am 17. Februar 2007.

Wie funktioniert "Jugend Mit Wirkung"?
Das Projekt beginnt mit einem Jugendmitwirkungstag in der Gemeinde, welcher von Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam durchgeführt wird. An diesem Tag erarbeiten die Teilnehmenden konkrete Projekte zu den von den Jugendlichen vorgegeben Themen. Dies kann beispielsweise die Installation eines Dorfkinos oder die Gründung eines Schülerparlaments sein. Die Teilnehmenden legen die Prioritäten gemeinsam fest, und die ausgewählten Projekte werden nach dem Jugendmitwirkungstag von den Projektgruppen umgesetzt.

Partizipation von Kindern und Jugendlichen
Das Verständnis für gesellschaftspolitische Abläufe, das Wissen um die Wirkung von Entscheidungen und Handlungen sowie die Förderung von Mitverantwortung kann für Kinder und Jugendliche durch die direkte Beteiligung einfach und wirkungsvoll erleb- und lernbar gemacht werden. Wenn Kinder und Jugendliche mitsprechen, mitwirken und mitentscheiden, nehmen sie auf Planungs- und Entscheidungsprozesse in ihrer Wohngemeinde verbindlich Einfluss und tragen somit zum Wohlbefinden aller Einwohnerinnen und Einwohner bei. Durch die Ratifizierung der UNO-Kinderrechtskonvention unterstrich die Schweiz bereits vor zehn Jahren die Wichtigkeit von Kinderrechten. Diese Konvention sichert Kindern unter anderem zu, dass ihre Meinung in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, angemessen berücksichtigt wird.