Medienmitteilung

Covid-19-Impfung für Kinder

  • 05.01.2022

Im Kanton Solothurn werden Kinder über 5 Jahre in enger Zusammenarbeit mit den Kinderärztinnen und Kinderärzten gegen Covid-19 geimpft. Nach ersten Impfungen in Kinderarzt- und Hausarztpraxen finden am 16. und am 23. Januar in den beiden Impfzentren Trimbach und Selzach Kinderimpftage statt.

Erziehungsberechtigte können ihre Kinder im Alter ab 5 Jahren ab sofort für die beiden Kinderimpftage in den Impfzentren anmelden. Die erste Impfdosis erhalten die Kinder an den Kinderimpftagen. Die Zweitimpfungen werden vier Wochen nach der ersten Dosis am 13. und am 20. Februar ebenfalls in den Impfzentren verabreicht. An diesen speziell für Kinder ausgerichteten Impfaktionen sorgen Kinderärztinnen und Kinderärzte für eine altersgerechte medizinische Betreuung. Kinder aus der Amtei Dorneck-Thierstein können für Kinderimpftage im Impfzentrum Muttenz angemeldet werden, welche im Januar stattfinden. Zusätzlich verabreichen die meisten Kinderarztpraxen im Kanton Solothurn Covid-19-Impfungen.

Einverständnis und Begleitung der Eltern

Weil minderjährige Kinder unter elterlicher Sorge stehen, ist die schriftliche Zustimmung einer erziehungsberechtigen Person erforderlich. Das Formular «Einverständniserklärung» steht im Anmeldefenster der Website für den Download bereit und muss beim Impftermin unterschrieben vorgewiesen werden.
Die Kinder müssen für die Impfung von einer erziehungsberechtigten Person begleitet werden. Wenn Unsicherheiten oder Fragen bestehen, wenden sich die Eltern vorher am besten an ihre Kinderarzt- oder Hausarztpraxis.

Wieso soll man Kinder impfen?

Covid-infizierte Kinder haben zwar kaum Komplikationen und kommen selten ins Spital. Aber insbesondere in Schulen kommt es zu ungewöhnlich grossen Anhäufungen von Infektionsfällen. «Von der Schule tragen die Kinder das Virus nach Hause in die Familien, von dort aus breitet es sich in die arbeitstätige und ältere Bevölkerung aus. In den letzten Wochen mussten im Kanton Solothurn zahlreiche Schulklassen unter Quarantäne gestellt werden. Diese Situation ist für die Eltern und Kinder belastend und wirkt sich auf das psychische Wohlbefinden der Kinder aus», sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel. Die Impfung der Kinder trägt dazu bei, Kinder vor Quarantänemassnahmen zu befreien, vor schwerer Erkrankung zu schützen sowie die Pandemie einzudämmen.

Welche Kinder sollten geimpft werden?

Die Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gilt besonders für Kinder, die wegen einer chronischen Erkrankung bereits gesundheitlich stark belastet sind. Empfohlen wird die Impfung zudem Kindern, die in engem Kontakt zu besonders gefährdeten Erwachsenen im selben Haushalt stehen. Für die Impfung von Kindern kommt ausschliesslich die Kinder-Formulierung Comirnaty zur Anwendung. Diese enthält einen Drittel der Impfstoffmenge von Erwachsenen.