Medienmitteilung

Für noch mehr Kinderfreundlichkeit im Kanton

  • 17.03.2022

Die UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» findet im Kanton Solothurn grossen Anklang. Die finanzielle Unterstützung von interessierten Gemeinden wird deshalb um drei Jahre verlängert.

Die UNICEF-Initiative bietet Gemeinden ein Instrument, um die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verankern. Eine zertifizierte «Kinderfreundliche Gemeinde» erfasst die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich, setzt sich vertieft mit deren Bedürfnissen auseinander, ermöglicht ihnen frühzeitige Teilhabe-möglichkeiten und integriert sie aktiv in die Gesellschaft. Den Gemeinden gelingt es so, ein umfassendes Schutz-, Förder- und Beteiligungsnetz für Kinder und Jugendliche aufzubauen – etwas, das letztlich dem Zusammenleben aller Einwohnenden zugutekommt.

Als Teil des zwischen 2019 und 2021 realisierten Programms zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Solothurn wurden Gemeinden im vergangenen Jahr finanziell bei der Umsetzung der UNICEF-Initiative unterstützt. Diese von der Anlauf- und Koordinationsstelle für Kinder- und Jugendfragen (AKKJF) initiierte Unterstützung wird nun auf Antrag von kindundjugend.so, dem Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn, bis 2024 weitergeführt. Rund 60 Prozent der Kosten, die für Gemeinden im Zusammenhang mit der Zertifizierung anfallen, übernimmt während dieser Zeit der Kanton. Insgesamt stehen dazu 36'000 Franken aus Mitteln des Swisslos-Fonds zur Verfügung.

Bald neun Solothurner «Kinderfreundliche Gemeinden»

Das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» tragen aktuell 50 Gemeinden und Städte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Seit längerem gehören dazu die Solothurner Gemeinden Grenchen und Laupersdorf. Im Verlauf des letzten Jahres haben sich sieben weitere Gemeinden dazu entschlossen, das Label «Kinderfreundliche Gemeinde» anzustreben. Himmelried beispielsweise möchte für junge Menschen und Familien attraktiver werden. «Im Prozess lernen wir nun, welche Veränderungen für unsere Kinder und Jugendlichen erstrebenswert sind und wie wir sie in Entscheidungsprozesse einbinden können», so die Gemeinderätin Barbara Rösler.

Weitere Informationen
so.ch/kinderfreundlichegemeinde
www.kinderfreundlichegemeinde.ch