Aktuell

Neu im Museum: Neuzeitlicher Kanonenfund aus Rüttenen

  • 13.05.2024

Am Sonntag, 26. Mai 2024 eröffnet das Pächterhaus des Museums Blumenstein in Solothurn die neue Sonderausstellung «Abgefeuert und explodiert» über ein Kanonenfragment aus dem 17. Jahrhundert. Gefunden wurde das 2,5 Kilogramm schwere Bronzestück auf der Martinsflue bei Rüttenen. Das Geschütz ist möglicherweise in der Übungsschanze der Solothurner Artillerie im sogenannten Franzoseneinschlag explodiert.

Ein aussergewöhnlicher Fund kam 2021 auf der Martinsflue bei Rüttenen zum Vorschein: Was auf den ersten Blick aussah wie das Fragment einer Glocke, entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als Teil einer neuzeitlichen Kanone. Bei der Zahl «16» handelt es sich um die ersten Ziffern des Herstellungsjahres: Die Kanone wurde irgendwann zwischen 1600 und 1699 gegossen. 
Mit dem Geschütz wurden Kugeln abgefeuert, die einen Durchmesser von 80-82 Millimetern und ein Gewicht von 4 Pfund (circa 2 Kilogramm) hatten. Tiefe Risse und scharfe Bruchkanten deuten darauf hin, dass die Kanone explodierte. Wahrscheinlich geschah dies bei einem Probeschiessen in der Übungsschanze der Solothurner Artillerie, die 500 Meter vom Fundort entfernt im sogenannten Franzoseneinschlag liegt. Wann genau dies geschah, lässt sich nicht sagen. 

Sonntag, 26. Mai 2024, 10–17 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung «Abgefeuert und explodiert. Ein neuzeitliches Kanonenfragment aus Rüttenen»
10–17 Uhr: Christoph Lötscher und Christian Stefani erzählen, was es mit der Kanone auf sich hat und wie man damals Schwarzpulver herstellte. 

10–17 Uhr: Kinderprogramm. Wir befüllen und dekorieren unsere eigene Tischbombe. 

Mehr zum Thema
Museum Pächterhaus