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Vorbezug Staatssteuer 2024: Falscher Tarif bei Einelternfamilien

  • 23.02.2024

Die Vorbezugsrechnung für die Staatssteuer 2024 fällt bei vielen alleinstehenden Personen mit einem oder mehreren Kindern zu hoch aus. Grund dafür ist eine Systemumstellung Anfang Jahr, bei der die Daten zu den Sorgerechtsverhältnissen von alleinstehenden Personen mit Kindern nicht übernommen werden konnten. Dies führt dazu, dass bei diesen Personen für die Berechnung der Vorbezugsrechnung der Grundtarif anstatt der günstigere Splittingtarif angewendet wird. Dieser Umstand führt auch dazu, dass bei der provisorischen Rechnung in gewissen Familienkonstellationen Kirchensteuern für Kinder ungerechtfertigt in Rechnung gestellt werden. Bei der Vorbezugsrechnung handelt es sich um eine provisorische Rechnung der Staatssteuer des laufenden Jahres, die in der Regel auf der letzten definitiven Veranlagung basiert. Sollte sie aufgrund des falschen Tarifs zu hoch ausfallen, können Betroffene den voraussichtlich geschuldeten tieferen Steuerbetrag einzahlen. Dabei können sie sich an der letzten definitiven Veranlagung orientieren, sofern sich ihre Verhältnisse seither nicht grundlegend geändert haben. Die Daten zu den Sorgerechtsverhältnissen werden mit den definitiven Steuerveranlagen wieder korrigiert, sodass der Tarif inskünftig wieder korrekt dargestellt wird.

 

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