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Sonderausstellung zu den UNESCO-Pfahlbauten vom Inkwilersee

  • 18.06.2026

In seinen Sonderausstellungen greift das Pächterhaus Museum Blumenstein in Solothurn aktuelle Themen der Solothurner Archäologie auf: Die laufende Ausgabe blickt zurück auf das Schutzprojekt der prähistorischen Pfahlbaufundstelle im Inkwilersee, das im Herbst 2025 stattfand.

Seit einigen Jahren war die Pfahlbaufundstelle mitten im Inkwilersee an der Grenze der Kantone Solothurn und Bern durch den Biber gefährdet: Für ihre Gänge vom Wasser auf die Insel gruben sich die Tiere durch prähistorische Fundschichten und Hölzer. Archäologische Zeugnisse der Pfahlbausiedlung, die zum UNESCO-Weltkulturerbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» gehört, gingen damit unwiederbringlich verloren. Im Spätherbst 2025 sicherten die Kantone Solothurn und Bern die Insel und den ufernahen Seegrund mit einem Nagetiergitter. Damit ist die Fundstelle langfristig vor dem Biber geschützt und bleibt für zukünftige Generationen erhalten. Auch die Biber können weiterhin im Gebiet des Inkwilersees leben.

 

Einzigartiges Holzschwert

In der Ausstellung im Gewölbekeller des Pächterhauses versetzt ein Panoramabild die Besuchenden an den idyllischen Inkwilersee. Die ausgestellten Fundstücke geben Einblicke in das Leben auf der Insel in der Jungsteinzeit (3900–2700 v. Chr.) und in der späten Bronzezeit (1050–850 v. Chr.). Zu sehen sind unter anderem ein einzigartiges Holzschwert sowie das Halbfabrikat eines Hirschgeweihbechers – beides Funde, die nur dank ihrer Lage unter Wasser beziehungsweise im feuchten Boden erhalten blieben. Eine Bilderschau vermittelt Wissenswertes zur Pfahlbaufundstelle und zeigt eindrückliche Filmaufnahmen von den Bauarbeiten im Spätherbst 2025. 

Ergänzend zeigt auch das Bernische Historische Museum in Bern bis am 3. Januar 2027 eine Sonderausstellung zu den Pfahlbauten vom Inkwilersee. 

Bau- und Justizdepartement