Endlich ist es in der Schweiz seit mehreren Tagen wirklich Sommer. Doch das tolle Wetter treibt die Ozonwerte in die Höhe: An mehreren Schweizer Messstellen sind gestern Ozonkonzentrationen von mehr als 180 μg/m³, dem anderthalbfachen Immissionsgrenzwert der Schweizer Luftreinhalte-Verordnung, gemessen worden. Im Kanton Solothurn übersteigen die Messwerte auf den Jurahöhen und beim Altwyberhüsli den Grenzwert 120 μg/m³.
Verhaltensempfehlungen
Im Allgemeinen ist der Aufenthalt im Freien - z.B. Spaziergang, Baden oder Picknick –
unproblematisch. Bei empfindlich reagierenden Personen können aber Schleimhautreizungen
in Augen, Nase und Hals auftreten. Bei körperlicher Anstrengung kann bei diesen Personen
auch die Lungenfunktion reduziert werden.
Sportanlässe, Ausdauersport und sonstige starke körperliche Anstrengungen im Freien sollten
so geplant werden, dass diese Leistungen möglichst dann erbracht werden, wenn tiefere
Ozonwerte zu erwarten sind, d.h. meist vormittags. Auf Menschen, die Beschwerden infolge
der Ozonbelastung verspüren, soll kein Leistungszwang ausgeübt werden. Es empfiehlt sich
das Sport treiben im Wald, da es dort schattiger und kühler ist und damit weniger belastend
für den Körper als auf offenem Feld.
Jeder Einzelne kann zur Verbesserung der Luftqualität beitragen:
- Velofahren, zu Fuss gehen, öffentlichen Verkehr benutzen anstatt das Privatauto;
- Fahrgemeinschaften bilden, statt allein in einem Auto zu fahren;
- 2-Takt-Motoren, Fahrzeuge ohne Katalysator und ältere Dieselfahrzeuge möglichst wenig benutzen;
- Im Hobby- und Gartenbereich elektrische statt benzinbetriebene Geräte benutzen. Falls unumgänglich, sollte z.B. ein Rasenmäher mit Viertaktmotor und Gerätebenzin verwen-det werden.
- Lösemittelfreie oder –arme Produkte verwenden (Farben, Reinigungsmittel, Kleber, Spraydosen und Holzschutzmittel).
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