Gemüse

Gefährdung durch belastete Pflanzen

Pflanzen, die auf belastetem Boden wachsen, nehmen diese Schadstoffe teilweise auf. Der regelmässige Verzehr solcher Pflanzen kann chronische Vergiftungen verursachen. Im Raum Dornach spielt vor allem das Schwermetall Cadmium eine Rolle.

Die Untersuchung von Gemüse und Obst aus dem Belastungsgebiet Dornach hat gezeigt, dass eine konkrete Gefährdung auf wenige spezielle Situationen beschränkt ist (siehe unten: Prüfwertzone). Personen, die sich ausgewogen ernähren, sind in der Regel keiner solchen Gefährdung ausgesetzt. Dasselbe gilt für Personen, die ihr Gemüse zukaufen.

Richtwertzone und unbelastetes Gebiet - keine Einschränkungen

In der Richtwertzone und im unbelasteten Gebiet liegt keine Gefährdung vor, so dass der Anbau von Gemüse im eigenen Garten keinen Beschränkungen unterliegt.

Prüfwertzone - Vorsicht bei einzelnen Gemüsen

Für die Prüfwertzone konnten bestimmte Problemgemüse identifiziert werden:

  • In Sellerie wurden Belastungen über dem Lebensmittel-Grenzwert festgestellt. Dieses Gemüse soll daher nicht angebaut werden.
  • Den Kartoffeln tragen aufgrund der grossen verzehrten Menge am stärksten zum Risiko bei. Über 40 Prozent der gesamten Schwermetallaufnahme erfolgt gemäss Standard-Warenkorb durch den Kartoffelkonsum. Aus diesem Grund ist in der Prüfwertzone auf den Anbau von Kartoffeln zu verzichten.
  • Rüebli und Kopfsalat tragen zusammen ein weiteres Viertel zur aufgenomme­nen Menge an Schwermetallen bei.
  • Obst und Beeren aus der Prüfwertzone können bedenkenlos angebaut und gegessen werden.

Das gesundheitliche Risiko ist umso grösser, je mehr Gemüse aus dem eigenen, schadstoffbelasteten Garten gegessen wird. Kinder unter sieben Jahren sind allgemein gefährdeter als Erwachsene. Vegetarier tragen ebenfalls ein höheres Gesundheitsrisiko, wenn sie Gemüse nur aus dem ei­genen, schadstoffbelasteten Garten beziehen.
 

Sanierungswertzone - Gefährdung möglich

In der Sanierungswertzone ist eine konkrete Gefährdung möglich.

Massnahmen und Empfehlungen

Die aufgeführten Massnahmen und Empfehlungen beziehen sich ausschliesslich auf den Konsum von Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten.

Richtwertzone - keine Gefährdung

In der Richtwertzone liegt keine Gefährdung vor.

Prüfwertzone - Gemüse und Obst gründlich waschen

Grundsätzlich sollen im eigenen Garten angebaute Gemüse und Obst gründlich gewaschen und / oder geschält werden. Dadurch werden anhaftender Boden und in der Schale vorhandene Schadstoffe entfernt. In der Prüfwertzone senken die folgenden Massnahmen das Risiko auf ein gesund­heitlich unbedenkliches Mass:

  • Auf den Verzehr von Sellerie und Kartoffeln aus dem eigenen Garten verzichten
  • keine Rüebli und keinen Kopfsalat anbauen
  • nicht nur Gemüse aus dem eige­nen Garten konsumieren - der Anteil an Gemüse aus eigenem Anbau sollte bei Familien mit Kindern und bei Vegetariern 50 % nicht überschreiten

Diese Empfehlungen sind in der "Karte Empfehlungen/Massnahmen" grafisch zusammengefasst.

Sanierungswertzone - Gefährdung möglich

In der Sanierungswertzone ist eine konkrete Gefährdung möglich. Hier gilt grundsätzlich ein Nutzungsverbot.