Fürsorgerische Zwangsmassnahmen

Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981

Das Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG; SR 211.223.12) regelt die Beratung und Unterstützung Betroffener, den Solidaritätsbeitrag zugunsten von Opfern, die Akteneinsicht, die Öffentlichkeitsarbeit sowie weitere Massnahmen im Interesse der Betroffenen.

Beratung und Unterstützung

Die Kantone betreiben Anlaufstellen für die Betroffenen. Diese beraten die Betroffenen und ihre Angehörigen und leisten Hilfe für Personen, welche von der zuständigen Behörde als Opfer gemäss Opferhilfegesetz anerkannt werden.

Solidaritätsbeitrag

Weiter unterstützen die Anlaufstellen Betroffene bei der Vorbereitung und Einreichung ihrer Gesuche um einen Solidaritätsbeitrag beim Bund. Betroffenen haben neu zeitlebens die Möglichkeit, ein Gesuch einzureichen.

Wer hat Anspruch? Der Solidaritätsbeitrag dient der Wiedergutmachung. Anspruch auf einen Solidaritätsbeitrag haben Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981, welche in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Unversehrtheit oder in ihrer geistigen Entwicklung unmittelbar und schwer beeinträchtigt worden sind.

Betroffene können sich an eine Anlaufstelle ihrer Wahl wenden.

Die Beratungsstelle Opferhilfe Aargau Solothurn wurde durch den Kanton Solothurn als zuständige Anlaufstelle bezeichnet. Die Kontaktangaben finden Sie auf der rechten Seite.

Akteneinsicht

Betroffene haben das Recht auf einen einfachen und kostenlosen Zugang zu den sie betreffenden Akten. Die Archive unterstützen Betroffene, ihre Angehörigen und die kantonalen Anlaufstellen bei der Suche nach Akten.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Justiz: https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/gesellschaft/fszm.html