Religion

Religion im Kanton Solothurn

Unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen sind Ausdruck der sozialen und kulturellen Vielfalt. Das führt zu einer religiös durchmischten Gesellschaft. Im Jahr 2019 sind 47.1% der Bevölkerung im Kanton Solothurn nicht Teil einer der drei Landeskirchen (inkl. Konfessionslose) . Neben Vertreterinnen und Vertretern weiterer christlicher Konfessionen finden sich Religionsgemeinschaften jüdischen, muslimischen, buddhistischen und hinduistischen Glaubens sowie Angehörige der Aleviten, der Bahá’í und der Sikhs.

Koordination für Religionsfragen und interreligiösen Dialog

2019 wurde im Kanton Solothurn eine Projektstelle für Religionsfragen und interreligiösen Dialog geschaffen. Sie verknüpft die Anliegen von Religionsgemeinschaften mit denjenigen von Verwaltung, Politik und der Gesamtgesellschaft. Ein zentrales Anliegen ist der Austausch mit den einzelnen Religionsgemeinschaften. Ein solches Austauschgefäss ist zum Beispiel der Runde Tisch der Religionen.

Grundlagen

In der Schweiz gilt Religionsfreiheit respektive die sogenannte «Glaubens- und Gewissensfreiheit» (vgl. Art. 15 der Bundesverfassung): Dies beinhaltet, dass der Staat sich religiös neutral verhält und die religiösen Überzeugungen und die Religionsausübung achtet. Grundrechte Dritter dürfen dabei nicht verletzt werden. Die Aufgabe des Staates ist zudem, für den religiösen Friedens zu sorgen.
Für die Regelung des Verhältnisses zu den einzelnen Religionsgemeinschaften sind die Kantone zuständig: Im Kanton Solothurn sind die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und die christkatholische Kirche öffentlich-rechtlich als «Landeskirchen» anerkannt (vgl. Art. 53 der kantonalen Verfassung).