Interreligiöser Dialog

Runder Tisch der Religionen

Das Zusammenspiel von verschiedenen Religionsgemeinschaften ist die Grundlage für den interreligiösen Dialog. Im Sozialgesetz des Kantons Solothurn ist festgehalten, dass es Aufgabe des Kantons ist, den interkulturellen und interreligiösen Dialog zu fördern, um das gegenseitige Verständnis zwischen schweizerischer und ausländischer Bevölkerung zu verbessern. Um den interreligiösen Dialog zu pflegen existiert seit 2008 der Runde Tisch der Religionen. Es nehmen Juden, Christen, Muslime, Buddhisten, Hinduisten, Aleviten, Sikhs und Bahá’í teil – die Runde wird stetig erweitert.

Woche der Religionen

Zu den Hauptaufgaben des Runden Tischs der Religionen gehört die Organisation und Durchführung der «Woche der Religionen», die jährlich anfangs November stattfindet. Die schweizweiten Anlässe sollen das Verständnis der unterschiedlichen Religionen und Religionsgemeinschaften vertiefen und so allfällige Ängste und Vorbehalte abbauen. Die Woche der Religionen wurde von IRAS COTIS (Verein Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz) ins Leben gerufen.

Abgesagt: Woche der Religionen 2020

Die Mitglieder des Runden Tischs haben in Anbetracht der anhaltenden Situation rund um das Coronavirus entschieden, auf die diesjährige Durchführung der "Woche der Religionen" zu verzichten. Der interreligiöse Dialog lebt von der persönlichen Begegnung, die unter den jetzigen Umständen nicht wie gewünscht möglich ist. Hier finden Sie die Medienmitteilung dazu.
Elemente der Veranstaltung «... dass der Stein sich zu blühen bequeme…» werden unter Einhaltung bestehender Hygiene-Vorschriften dennoch realisiert: Vom 9.-13. November wird eine Foto-Ausstellung täglich von 10.00-20.00 Uhr zu betrachten sein, begleitet von Rezitationen des Gedichts «Corona» von Paul Celan zu jeder vollen Stunde. Weitere Texte werden auf Deutsch, Hebräisch und Arabisch zu hören sein. Der Inhalt der Texte kreist um schwierige Schicksalsmomente von Menschen zu verschiedenen Zeiten und um reale Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Rückblick Woche der Religionen 2019

Vom 26. Oktober bis zum 13. November fanden in verschiedenen Kantonsteilen insgesamt acht Anlässe statt: Zweimal wurde interreligiös spaziert mit Zwischenstopps in Tempeln, Kulturzentren und Kirchen (Walterswil, Däniken/Gretzenbach), zweimal öffneten Moscheen als Gastgeberinnen ihre Türen (Grenchen, Zuchwil). Es wurde gemeinsam gebetet, gesungen, getanzt und gegessen. Es beteiligten sich Buddhisten, Juden, Christen, Muslime schiitischer und sunnitischer Tradition, Sikhs und Bahá’í.

Ein alevitischer Gebetstanz in der Moschee Zuchwil