Editorial Vorsteherin DDI

Liebe Leserinnen und Leser

Die Bilder des schrecklichen Krieges in der Ukraine haben auch mich tief berührt und berühren mich noch immer. Dass sich solche Szenen unweit unserer sicheren Schweiz abspielen, war bis vor Kurzem kaum vorstellbar. Das Departement des Innern leistet einen wichtigen Beitrag, damit den Menschen aus der Ukraine, die zu uns flüchten, rasch und unkompliziert geholfen werden kann. Unsere Mitarbeitenden sind seit Beginn des Krieges unermüdlich daran, Unterkünfte für die notleidenden Menschen bereitzustellen und ihnen die nötigen Dokumente für den Aufenthalt bei uns auszustellen.

Wir haben im Kanton Solothurn vorerst zusätzliche Plätze für die Erstunterbringung von rund 500 Personen bereitgestellt. Dabei galt ein spezielles Augenmerk den Bedürfnissen von Kindern und Familien. Die ehemalige Klinik Fridau in Egerkingen ist besonders familienfreundlich eingerichtet: ein Garten, Gemeinschaftsräume, eine Tagesstruktur für Kinder und Eltern, Spielsachen oder auch ein Spielbus in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz stehen dort zur Verfügung.

Nach dem kurzzeitigen Aufenthalt in den kantonalen Unterkünften werden die schutzsuchenden Personen den Sozialregionen bzw. Gemeinden zugeteilt. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden und Stellen ist eng und eingespielt. Wir greifen auf das bewährte Modell zurück, das im Kanton seit der Neustrukturierung des Asylwesens gilt. Auch die Gemeinden sind mit Hochdruck daran, Wohnraum für die Schutzsuchenden aus der Ukraine zu generieren und können dank der grossen Solidarität in der Bevölkerung bereits erste Erfolge aufweisen. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Schutzsuchenden einen möglichst sorgenfreien Alltag zu ermöglichen. Ganz besonders freut mich das freiwillige Engagement vieler Solothurnerinnen und Solothurner. Für dieses starke Zeichen der Solidarität mit den Geflüchteten danke ich allen – den Gemeinden, Sozialregionen, gemeinnützigen Organisationen, Betrieben und auch der Bevölkerung – von ganzem Herzen!

Regierungsrätin Susanne Schaffner

Vorsteherin Departement des Innern