Gesundheitsfachpersonen

Gesundheitsfachpersonen, die ihre Tätigkeit im Kanton Solothurn privatwirtschaftlich in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, benötigen eine BAB des Gesundheitsamtes. Darunter fallen auch angestellte Gesundheitsfachpersonen, sofern sie ihre Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ausüben.

Gesundheitsfachpersonen, die bereits über eine BAB eines andern Kantons verfügen, können eine kostenlose Anerkennung dieser Bewilligung beim Gesundheitsamt beantragen oder eine Meldung für eine 90-Tage-Dienstleistung einreichen.

Berufsausübungsbewilligung erforderlich für:

  • Aktivierungsfachfrau/Aktivierungsfachmann
  • Augenoptikerin/Augenoptiker
  • biomedizinische Analytikerin/biomedizinischer Analytiker
  • Dentalhygienikerin/Dentalhygieniker
  • Drogistin/Drogist
  • Ergotherapeutin/Ergotherapeut
  • Ernährungsberaterin/Ernährungsberater
  • Fachfrau/Fachmann für medizinisch-technische Radiologie
  • Fachfrau/Fachmann Operationstechnik
  • Hebamme/Entbindungspfleger
  • Leiterin/Leiter eines medizinischen Labors
  • medizinische Ferndienstleisterin/medizinischer Ferndienstleister
  • medizinische Masseurin/medizinischer Masseur
  • medizinisch-therapeutisch tätige Logopädin/medizinisch-therapeutisch tätiger Logopäde
  • Naturheilpraktikerin/Naturheilpraktiker (Ayurveda, Homöopathie, TEN, TCM)
  • Neuropsychologin/Neuropsychologe
  • Optometristin/Optometrist
  • Orthoptistin/Orthoptist
  • Osteopathin/Osteopath
  • Podologin/Podologe
  • Physiotherapeutin/Physiotherapeut
  • Pflegefachfrau/Pflegefachmann
  • Rettungssanitäterin/Rettungssanitäter

Naturheilpraktikerin/Naturheilpraktiker (Ayurveda, Homöopathie, TEN, TCM)
Für die Anwendung von Blutegeltherapien sind folgende Auflagen zu erfüllen:

  • Meldung der Bezugsquelle der Blutegel an das Gesundheitsamt (allenfalls Zertifikat)
  • Verpflichtung zur fachgerechten Entsorgung nach Artenschutzgesetz
  • Meldung an das Gesundheitsamt von bewilligungsrelevanten Änderungen

Die Auflagen haben bis auf Weiteres Gültigkeit, vorbehalten bleibt eine inskünftige vereinheitlichte Regelung.

Naturheilpraktiker/innen mit eidgenössischem Diplom, welche auch ausserhalb von Notfällen Medikamente abgeben, benötigen eine BB für eine Privatapotheke.

Podologin/Podologe
Podologinnen und Podologen mit Ausbildungsausweisen des Schweizerischen Podologen-Verbands (SPV) und des Fachverbands Schweizerischer Podologen (FSP) verfügen gemäss den Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) vom 28. Juni 2005 über eine mit jener der Podolginnen und Podologen HF gleichwertige Ausbildung. Vor dem 1. September 2019 erteilte Berufsausübungsbewilligungen bleiben daher für Podologinnen und Podologen mit Ausbildungsausweisen des SPV und des FSP weiterhin bestehen (sog. Besitzstand).

Die Berufsausübungsbewilligungen von Podolologinnen und Podologen EFZ bleiben bis 1. September 2024 bestehen. Zu diesem Zeitpunkt müssen diese zudem die fachlichen Voraussetzungen gemäss dem Bildungsgang «Podologin/Podologe HF» erfüllen. Andernfalls erlischt die Berufsausübungsbewilligung, was zur Folge hat, dass eine Berufsausübung nur noch im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses möglich ist. Bereits ab 1. September 2021 sollen Podologinnen und Podologen EFZ aber keine Leistungen für Angehörige von Risikogruppen mehr erbringen, keine fachlich komplexen Behandlungspläne erarbeiten und keine fachlich komplexen ärztlichen Diagnosen und Verordnungen interpretieren dürfen.