FAQ Mammografie-Screening

Hier finden sie die meist gestellten Fragen zur Mammografie. Weitere Antworten finden Sie auch auf der Webseite des donna-Programms.

Was ist eine Mammografie?

Die Mammografie ist eine spezielle Röntgenaufnahme der Brust. In der Mammografie sind bereits ganz kleine Veränderungen der Brust sichtbar, lange bevor sie mit der Hand spürbar oder durch andere Symptome erkennbar sind. Die Mammografie gilt als wissenschaftlich anerkannte und von vielen Fachpersonen und Organisationen empfohlene Massnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. Mehr Informationen finden Sie hier.

Was ist eine Früherkennungsuntersuchung ("Screening")?

Bei einem Screening handelt es sich um eine medizinische Untersuchung, die sich in der Regel an gesunde und symptomfreie Personen richtet. Ziel ist es, Krankheiten zu entdecken, bevor Symptome auftreten, um so eine effektivere und weniger belastende Behandlung zu ermöglichen. Mit Früherkennungsmassnahmen kann Brustkrebs in einem frühen Stadium entdeckt werden. Wird Brustkrebs früh entdeckt, ist die Behandlung oft einfacher, die Lebensqualität und die Überlebenschancen der betroffenen Frau sind im Allgemeinen höher.

Ein Früherkennungsprogramm beinhaltet mehr als nur die Durchführung einer Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung einer Erkrankung. Es umfasst die ganze Versorgungskette (Information, Einladung, Vorsorge, weitere diagnostische Abklärungen, Evaluation) und findet im Rahmen eines organisierten und qualitätskontrollierten Programmes. Andere Begriffe für Brustkrebs-Früherkennungsprogramme sind beispielsweise Mammografie-Programm, Brustkrebs-Screening oder Mammografie-Screening.

Was kostet die Mammografie im Rahmen des Früherkennungsprogramms?

Die Kosten für die Früherkennungs-Mammografie werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Sie selber bezahlen nur den Selbstbehalt von rund CHF 20.-.

Wer kann am Früherkennungsprogramm teilnehmen?

Alle Frauen ab 50 Jahren sowie Grenzgängerinnen mit einer Schweizer Krankenversicherung haben das Recht, am Programm des Kantons Solothurn teilzunehmen.
Bis zum 74. Altersjahr erhalten alle im Kanton Solothurn wohnhaften Frauen eine persönliche Einladung, um eine Mammografie durchführen zu lassen.

Warum erst ab 50 Jahren?

Studien über die Wirksamkeit der Brustkrebs-Früherkennungsprogramme zeigen, dass die Brustkrebs-Sterblichkeit bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren erheblich verringert wurde. Gegenwärtig ist die Wirksamkeit der Screening-Mammografie bei jüngeren Frauen nicht erwiesen, da das Brustgewebe vor der Menopause dichter und durch eine Mammografie schwieriger zu beurteilen ist.

Weshalb muss die Mammografie alle zwei Jahre wiederholt werden?

Frauen ab dem 50. Lebensjahr wird empfohlen, alle zwei Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen. Ab diesem Alter entwickeln sich die meisten Tumore langsamer, was eine Diagnose im Frühstadium ermöglicht. Bei häufigeren Untersuchungen werden die Brüste einer vermehrten Strahlenbelastung ausgesetzt, und die Chance, einen Tumor zu entdecken, der sich in der Zwischenzeit entwickelt hat, ist relativ gering. Wird dieses Intervall von zwei Jahren jedoch überschritten, erhöht sich das Risiko, Brustkrebs erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium zu entdecken.

Wie kann ich mich anmelden?

Sie können sich direkt bei donna für eine Untersuchung anmelden.

Ich will nicht am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm teilnehmen. Wie kann ich mich abmelden?

Senden Sie uns bitte den ausgefüllten Antworttalon zurück, der mit der Einladung verschickt wurde.

Unerwünschte Auswirkungen der Früherkennung von Brustkrebs

Wie bei allen Untersuchungen kann es auch bei einer Mammografie zu falschen Resultaten kommen. Die Mammografie kann eine Veränderung der Brust aufzeigen, die sich nach weiteren Abklärungen eventuell als harmlos herausstellt. Oder aber, dass Frauen Brustkrebs haben, dieser aber auf der Mammografie nicht sichtbar ist oder nicht erkannt wird.

Derzeit gilt die Mammografie, die im Rahmen des Früherkennungsprogramms durchgeführt wird, als die empfohlene Methode, um Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren frühzeitig zu erkennen. Anders als bei Mammografien, die ausserhalb des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms durchgeführt werden, werden die Bilder von zwei speziell geschulten Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt. Bei unterschiedlichen Ergebnissen wird noch eine weitere Radiologin/ ein weiterer Radiologe hinzugezogen. Die Qualitätsanforderungen bei Mammografien im Rahmen eines Früherkennungsprogramms sind also höher, dies verringert das Risiko einer Fehldiagnose.