Carbapenemase-Produzierende Enterobakterien

Carbapenemase-Produzierende Enterobakterien (CPE) stellen aufgrund ihrer ausgeprägten Multiresistenz ein ernstes therapeutisches Problem dar (Resistenz gegenüber allen Beta-lactam Antibiotika wie Penizilline, Cephalosporine, Monobactame und Carbapeneme). Obwohl in der Schweiz noch selten, nehmen CPE weltweit zu, weshalb in der Schweiz seit Januar 2016 ein Meldeobligatorium besteht.

Bakterien, deren Resistenzentwicklung gegen Antibiotika eine vorhandene oder potenzielle Bedrohung der öffentlichen Gesundheit darstellen, werden überwacht. Dazu zählen auch CPE. Seit dem 1. Januar 2016 besteht eine Meldepflicht für CPE, welche aufgrund ihrer ausgeprägten Multiresistenz ein ernstes therapeutisches Problem darstellen. Die Resistenzdaten zu CPE werden am Schweizerisches Zentrum für Antibiotikaresistenzen (anresis.ch) laufend aktualisiert publiziert. Zudem müssen alle positiv getesteten Proben oder Isolate im Labor zwecks Resistenzcharakterisierung an das Nationale Referenzlaboratorium zur Früherkennung und Überwachung neuartiger Antibiotikaresistenzen (NARA) geschickt werden.

Eine Übertragung von CPE erfolgt vorwiegend durch Kontaktinfektion über die Hände (z. B. ausgehend von Stuhl und infizierten Wunden). Im Kontakt mit Nutztieren können ebenfalls resistente Keime auf den Menschen gelangen oder aus der Umwelt von Lebensmittel wie Früchte und Gemüse. Eine Übertragung an Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen ist möglich.

Enterobakterien sind eine Familie von Bakterien, die mehrheitlich normaler Bestandteil der menschlichen Darmflora sind. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie Infektionen wie beispielsweise eine Harnwegsinfektion, Lungenentzündung oder eine Wundinfektion auslösen. Aufgrund der Antibiotikaresistenz von CPE gegenüber multiplen Antibiotika-Klassen sind die therapeutischen Möglichkeiten sehr beschränkt.

Meldeformulare:

Die Meldeformulare für Carbapenemase-Produzierende Enterobakterien (CPE) finden Sie auf der Webseite des BAG.