Methicillin-Resistente Staphylococcus aureus

Staphylococcus aureus ist ein verbreitetes Bakterium und kann eine Vielzahl von Infektionen beim Menschen verursachen kann, unter anderem Haut-, Wund-, Harnweg-, Luftweg- und Knocheninfektionen sowie Infektionen der Herzklappen. Manche Bakterien-Stämme von Staphylococcus aureus sind allerdings resistent gegen Antibiotika und können ohne krankmachende Symptome verschiedene Körperbereiche besiedeln («Kolonisation»), aber auch schwere Infektionen verursachen, welche aufgrund der Antibiotikaresistenz schwierig zu behandeln sind. Da früher als Testsubstanz zur Resistenzprüfung Methicillin verwendet wurde, bezeichnet man solche Stämme als Methicillin-resistent, daher die Bezeichnung Methicillin-Resistente Staphylococcus aureus (MRSA).

MRSA ist insbesondere in Spitälern und Langzeitpflege-Einrichtungen ein Problem: es wird zwischen den Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Patientinnen und Patienten übertragen oder über die Hände des Personals. Viele Übertragungen lassen sich durch Einhaltung einer konsequenten Händehygiene und anderen Standardhygienemassnahmen (u.a. Desinfektion von Flächen, Tragen von Einweghandschuhen bei pflegerischen Arbeiten), verhindern. Zunehmend kommen MRSA auch im ambulanten Bereich vor und werden ausserhalb von Gesundheitseinrichtungen übertragen.

Der Anteil von MRSA bei invasiven Eingriffen ist schweizweit gesunken. Dieser Rückgang wird auf die erfolgreichen Bemühungen in den Spitälern zurückgeführt, solche Infektionen frühzeitig zu entdecken und rasch zu behandeln.

Eine detaillierte Beschreibung zum Umgang mit MRSA in Langzeitpflege-Einrichtungen findet sich in der Dokumentation in der Box rechts. Als Grundlage dienten die Richtlinien der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern in Zusammenarbeit mit dem Inselspital. Die Empfehlungen stammen vom Fachausschuss Hygiene der Solothurner Spitäler AG soH.