Abgabe/Verkauf von Arzneimitteln

Apotheken und Drogerien sowie Praxisapotheken werden vom Kantonsapotheker beaufsichtigt und bewilligt. Die Medizinalpersonen sind verpflichtet, in dringenden Fällen Beistand zu leisten und Notfalldienste zu organisieren. 

HeilpraktikerInnen

Fachleute der Komplementärmedizin, die über ein Diplom einer eidgenössisch anerkannten Ausbildung in einem Bereich der Komplementärmedizin verfügen, dürfen bei der Ausübung ihres Berufes durch die Swissmedic bezeichnete nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel selbständig abgeben.

Apotheken und Drogerien

Erläuterungen zu gesetzlichen Bestimmungen finden sich auf  der Seite Erläuterungen zu gesetzlichen Bestimmungen.

Bestimmte Drogerien sind berechtigt, auch Arzneimittelverordnung der Liste C abzugeben. Diese sind in der Tabelle Liste-C-Drogerien aufgeführt.

Mit dem Inktrafttreten der revidierten Arzneimittelverordnung wird die Abgabekategorie C aufgehoben. Bis die betroffenen Arzneimittel in die neue Abgabekategorie umgeteilt sind, sind die Mitteilungen von Swissmedic massgebend, die nachfolgend auszugsweise zitiert sind.

Mitteilung Swissmedic vom 16.11.2018: Von den evaluierten Arzneimitteln in der Abgabekategorie C qualifiziert die überwiegende Mehrheit (85 %) für eine Umteilung in die Abgabekategorie D. Codein-haltige Arzneimittel können nur durch Personen mit einer Betäubungsmittelbewilligung abgegeben werden, was für Drogistinnen und Drogisten aufgrund des Betäubungsmittelrechts nicht möglich ist.

Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Tierarztpraxen

Die Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn hat eine Checkliste für die Praxisapotheke und eine Vorlage für die obligatorische Information über die Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug verfasst.

Betäubungsmittel

Für Arzneimittel, die der Betäubungsmittelkontrolle unterstehen, gelten besondere Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes.

Abgrenzung Arzneimittel / Lebensmittel

In Drogerien und Apotheken dürfen nur Präparate abgeben werden, die dem Heilmittelgesetz oder dem Lebensmittelgesetz entsprechen.

Zu Nahrungsergänzungen dürfen keine Heilanpreisungen und auch keine Werbung als Schlankheitsmittel gemacht werden. Mit dem Auflegen von Prospekten, die medizinische Indikationen enthalten, wird gegen diese Auflage verstossen. De facto werden die Präparate somit zu Arzneimitteln, die wegen fehlender Zulassung nicht in Verkehr gebracht werden dürfen. Im Zweifelsfall entscheidet der Kantonschemiker am Standort des Inverkehrbringers, ob ein Produkt verkehrsfähig ist.