Falsche Polizisten

Bild: Betrug_Falscher Polizist_4Bilder

Seit einigen Jahren geben sich Betrüger am Telefon als Polizisten aus. Sie setzen ihre Opfer - meist ältere Personen - mit verschiedenen Geschichten unter Druck. Dann fordern sie Geld oder bieten an, Wertsachen abzuholen, um diese an einem «sicheren Ort aufzubewahren».

Pro Jahr werden allein der Kantonspolizei Solothurn mehrere Hundert derartige Anrufe gemeldet. In den allermeisten Fällen bleibt es beim Versuch. Trotz umfangreicher Präventionsarbeit fallen immer wieder meist gutgläubige Menschen auf den Trick herein.

Ablauf:

  1. Am Telefon geben sich die Betrüger meist als Polizisten aus (oder Staatsanwälte, Bankangestellte)
  2. Aufgetischt werden Geschichten über die Verhaftung von Einbrechern, Einbrüche oder über Angehörige, die in Not sind (verhaftet, verunfallt). Damit wird Druck ausgeübt
  3. Dann kommt es zu Geldforderungen oder dem «Angebot», Geld oder Wertsachen sicher aufzubewahren. Die Übergabe erfolgt an fremde Pesonen entweder an der Haustüre, an einem fremden Ort (z.B. Parkplatz, Parkbank)

Die «richtige» Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie durch eine Ihnen unbekannte Person angerufen werden
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie bei Zweifeln das Gespräch oder den Kontakt. Das ist nicht unhöflich, sondern dient Ihrem Schutz
  • Geben Sie keine Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse, Wertsachen oder Passwörter
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der richtigen Polizei in ihrer Region oder über die Nummer 117
  • Informieren Sie sich und Ihre Angehörigen über Betrugsmaschen. Betrüger versuchen auf vielerlei Arten, an Ihr Geld zu gelangen. Sie passen sich an und wandeln ihre Tricks ab