Renato Delfini, Leiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) geht in Pension

Renato Delfini, Leiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) geht in Pension

Nach genau 23 Jahren im Dienste des Kantons Solothurn wird Renato Delfini, langjähriger Leiter der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, per Ende des laufenden Jahres ordentlich pensioniert und darf wohlverdient in seine nächste Lebensphase starten.

Es war die Zeitspanne von Sparmassnahmen und strukturellen Massnahmen im Kanton Solothurn als Renato Delfini als erfahrener Architekt und Projektleiter per 1. Januar 1999 zuerst im Teil-, später im Vollpensum diverse Projekte einerseits im Rahmen des «Bundesbeschluss zur Lehrstellenförderung» (Lehrstellenbeschluss 2) andererseits der vom Regierungs- und Kantonsrat beschlossenen «Struma-Massnahmen» (Strukturelle Massnahmen im Kanton aufgrund der Finanzlage) im damaligen Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (ABB) übernommen hat. Projekte zur Lehrstellenförderung, Umzug des Zeitzentrums und Integration ins BBZ Grenchen, kantonale Leitung der damaligen Reform der Kaufmännischen Grundbildung (RKG-Reform) und zahlreiche weitere Projekte standen im Zentrum, bevor er die Leitung der Abteilung übernahm. In den zwei Jahrzehnten hat Renato Delfini sein Team in den drei BSLB- resp. BIZ-Regionalstellen Olten, Breitenbach und Solothurn zu einem wichtigen und anerkannten Dienstleistungsanbieter an der Nachstelle I – II organisiert, verändert und weiterentwickelt. Die Beratungs- und Informationstätigkeit sowie die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern wurden auch stets den sich wandelnden Bedürfnissen der Wirtschaft, der Berufsverbände, der ab- und aufnehmenden Schulstufen oder laufenden Struktur- oder Berufsreformen angepasst. Gerade im Zusammenhang mit der pandemischen Situation der letzten beiden Jahre waren flexible Lösungen, Innovationen und adaptierte Angebote für Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Schulleitungen der Sekundarstufe I gefragt, welche die Berufsorientierung und Berufswahl stets als wichtigen Meilenstein wahrnehmen. Dabei spielte auch die enge Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Gewerbeverband kgv ein wichtiger ergänzender Faktor zu den Angeboten der BSLB. Agile Lösungen wurden auch allen Ratsuchenden im Bereich der Laufbahnberatung, des Berufsabschlusses für Erwachsene (BAE) oder des Casemanagements Berufsbildung (CMBB) angeboten.
Als besonderes Highlight stellt für Renato Delfini sicher der Gewinn des Unternehmerpreises «ENTERPRIZE 2006» für das Projekt Berufswahlplattform als erste Verwaltungsorganisation der Schweiz dar. Dieses Projekt wird noch heute kantonsweit umgesetzt, um möglichst allen Schulaustretenden eine Anschlusslösung aufzuzeigen. Die permanente Vernetzung aller Verbundpartner hat Renato Delfini als ein permanentes Anliegen für sein Team ins Zentrum gestellt. So zeigte sich die BSLB auch in praktisch allen Berufsmessen in den Gemeinden und Regionen und integrierte oder unterstützte in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschafts- und Berufsverbänden innovative Formen wie bspw. IBLive Grenchen-Solothurn.
Berufswahlordner, -agenden, Berufsorientierung sowie BIZ-App, LENA, LEFI, Informationsveranstaltungen für Berufsbildner sind zentrale Themen, die unter seiner Leitung etabliert wurden. Die Umsetzung des Case Managements Berufsbildung (CMBB) im Kanton Solothurn sowie das vierkantonale Projekt «Eingangsportal für den Berufsabschluss für Erwachsene (BAE)» und deren wichtige Etablierung in den letzten Jahren bilden weitere wichtige Meilensteine.

Renato Delfini hat die Berufs-, Studien– und Laufbahnberatung und speziell die Berufsbildung sowie verbundpartnerschaftliche Zusammenarbeit im Kanton Solothurn über viele Jahre aktiv mitgeprägt und sich Anerkennung der Bildungspartner auf allen Ebenen erworben. Er übergibt seiner Nachfolgerin, Priska Reimann Häuptli, eine Abteilung, die für die zukünftigen Herausforderungen als Dienstleister gut vorbereitet ist.

Wir danken Renato Delfini herzlich für sein grosses Engagement an der Schnittstelle «von der Schule zum Beruf» resp. zugunsten der Berufsbildung und wünschen ihm für den kommenden, neuen Lebensabschnitt alles Gute und insbesondere Gesundheit.