COVID-19

Aktuelle Informationen für die Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen

Leeres Klassenzimmer und Wandtafel mit Aufschrift

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Mitteilungen Nr. 3 der Verbundpartner der Berufsbildung

Solothurn, 27. März 2020

Die Corona-Situation wirkt sich stark auf die Berufsbildung aus und führt insbesondere zu zahlreichen Vollzugsfragen. Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich unter Federführung des Steuergremiums „Berufsbildung 2030” auf ein gemeinsames, nationales Vorgehen mit Hauptfokus auf die berufliche Grundbildung geeinigt.

Das Steuergremium informiert die Akteure der Berufsbildung fortlaufend über gemeinsame nationale Massnahmen und Beschlüsse. Die Informationen finden sich auf der neuen Webseite berufsbildung2030.ch sowie in den periodisch erscheinenden Mitteilungen. Die untenstehenden Mitteilungen Nr. 3 enthalten Informationen zu folgenden Themen:

  • Projektorganisation etabliert: Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den konkreten Herausforderungen in der beruflichen Grundbildung.
  • Qualifikationsverfahren 2020: Eine verbundpartnerschaftliche Lösung für die Lehrabschlussprüfungen ist in Erarbeitung.
  • Eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen: Das SBFI steht den Prüfungsträgerschaften bei Fragen zur Planung und Durchführung zur Verfügung.

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Kurzarbeitsentschädigung für Lernende

Solothurn, 25. März 2020

Der Bundesrat hat zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Massnahmenpaket beschlossen, um die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen.

Eine dieser Massnahmen ist die Ausweitung und Vereinfachung der Kurzarbeit: Die Ansprüche auf Kurzarbeitsentschädigung sollen ausgeweitet und die Beantragung vereinfacht werden, um die betroffenen Personen und Branchen im Bedarfsfall möglichst unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützen zu können. Zu diesen Personen zählen auch Lernende, die ausnahmsweise von einer Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.

Weitere Informationen zur Kurzarbeitsentschädigung sind auf der Webseite des Amts für Wirtschaft und Arbeit zu finden.

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Dispensation vom Fernunterricht für spezifische Berufe an der Berufsfachschule

Solothurn, 20. März 2020

Verschiedene Unternehmen sind aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Diese sind unter Umständen durch Personalknappheit und besonders hohe Arbeitsbelastung darauf angewiesen, ihre Lernenden auch am eigentlichen Schultag einsetzen zu können.

Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich darauf verständigt, diese Möglichkeit für gewisse Branchen zu schaffen. Es betrifft dies Lehrbetriebe, welche folgende Berufslehren anbieten:

  • Fachmann/Fachfrau Gesundheit EFZ
  • Assistent/-in Gesundheit und Soziales EBA
  • Fachmann/Fachfrau Betreuung EFZ (Fachrichtung Betagtenbetreuung und Behindertenbetreuung)
  • Medizinische Praxisassistent/-in EFZ
  • Detailhandelsfachmann/-frau EFZ (nur Branche Nahrungs- und Genussmittel)
  • Detailhandelsassistent/-in EBA (nur Branche Nahrungs- und Genussmittel)
  • Drogist/-in EFZ
  • Pharma-Assistent/-in EFZ

Diejenigen Betriebe, welche von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, bitten wir, das untenstehende Formular auszufüllen und dem Amt- für Berufsbildung, Mittel und Hochschulen berufslehren@dbk.so.ch zuzustellen.
Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne unter der Telefonnummer 032 627 28 80.

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Abschlussprüfungen auf Sekundarstufe II Allgemeinbildung

Bern, 20. März 2020

Die Maturitäts-, Fachmaturitäts-, Passerelle- und Berufsmaturitätsausweise ermöglichen den Zugang zu den Universitäten, den ETH, den Pädagogischen Hochschulen sowie zu den Fachhochschulen, der Fachmittelschulausweis zu den Höheren Fachschulen. Entsprechend hat die Ausstellung der Abschlusszeugnisse am Ende des laufenden Schuljahres 2019-2020 für alle betroffenen Schülerinnen und Schüler der Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsmaturitätslehrgänge oberste Priorität. Die unterbruchfreie Fortsetzung der schulischen Laufbahn jeder Schülerin und jedes Schülers soll unter strenger Berücksichtigung der Bundesmassnahmen (COVID-19-Verordnung 2) gewährleistet und mit schweizweit gültigen Lösungen umgesetzt werden.

Die Schweizerische Mittelschulämterkonferenz (SMAK) setzt alles daran, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge auch in dieser ausserordentlichen Situation fristgemäss an den Institutionen der Tertiärstufe einschreiben können und ihre Maturazeugnisse termingerecht erhalten. Der freie Hochschulzugang ist damit sichergestellt. Die SMAK prüft verschiedene Szenarien, die sicherstellen, dass diese Ziele je nach Entwicklung der Lage erreicht werden können.

Für die Jahrgänge, die sich nicht im Abschlussjahr befinden, werden noch offene Aufnahme- und Promotionsverfahren gemäss den jeweiligen kantonalen Bedingungen weitergeführt.

Die Situation wird laufend von der SMAK beobachtet. Bei weiteren Änderungen der Bedingungen wird die EDK in Zusammenarbeit mit dem Bund und swissuniversities sowie unter Einbezug aller weiteren relevanten Partner neue oder zusätzliche Optionen in Erwägung ziehen.

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Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung

Bern, 19. März 2020

Das neue Coronavirus wirkt sich auch auf die Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung („Lehrabschlussprüfungen”) aus. Die Berufslernenden sollen trotz der ausserordentlichen Lage wie in den Vorjahren ihren Lehrabschluss mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) bzw. einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) realisieren können. Dies gilt auch für die Berufsmaturität.

Die Arbeiten für ein national abgestimmtes und auf die gegebenen Umstände angepasstes Verfahren laufen auf Hochtouren. Die Verbundpartner der Berufsbildung haben sich heute auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Ziel ist es, allen Lernenden der beruflichen Grundbildung im Sommer 2020 die Möglichkeit eines Abschlusses zu gewähren, inkl. Berufsmaturität I und II.

Die Verbundpartner rufen die Akteure der Berufsbildung auf, mit der Durchführung der anstehenden Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung zu warten, bis entsprechende Empfehlungen vorliegen. Die Verbundpartner werden die Akteure jeweils zeitnah über die Entwicklungen informieren und sie laufend in die Überlegungen einbinden.

► Weitere Ausführungen dazu finden Sie im nachfolgenden Dokument.

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Aufruf der Verbundpartner an die Berufsbildungsakteure

Bern, 17. März 2020

Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage, die sich jederzeit ändern kann. Die aktuelle Situation wirkt sich auch stark auf die Berufsbildung aus und führt insbesondere zu zahlreichen Vollzugsfragen. Die Verbundpartner der Berufsbildung (Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt) haben sich am Dienstag, 17. März 2020 auf ein gemeinsames, nationales Vorgehen geeinigt.

Die wichtigsten, allgemeinen Punkte der verbundpartnerschaftlichen Abmachung sind:

  • Alle Verbundpartner setzen sich dafür ein, negative Auswirkungen auf die Berufsbildung zu vermeiden.
  • Es gelten weiterhin die jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeiten. Die Zusammenarbeit der Verbundpartner wird jedoch intensiviert.
  • Die Umsetzung von Massnahmen erfolgt national abgestimmt. Auf Alleingänge von einzelnen Kantonen oder Organisationen der Arbeitswelt ist zu verzichten.
  • Der Unterricht ist in allen Bereichen der Berufsbildung im Rahmen der Möglichkeiten aufrechtzuerhalten. Priorität haben Abschlussklassen.
  • Ziel ist, allen Lernenden im letzten Lehrjahr diesen Sommer trotz schwieriger Rahmenbedingungen den Abschluss zu ermöglichen.

► Weitere Ausführungen dazu finden Sie im nachfolgenden Dokument.

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Verschärfte Massnahmen im Kampf gegen das neue Coronavirus

Solothurn, 13. März 2020

Gemäss heutigem Bundesratsentscheid werden ab sofort Schulen im obligatorischen und nachobligatorischen Bereich im Kanton Solothurn geschlossen. Dies betrifft insbesondere die beiden Kantonsschulen Olten und Solothurn und die Berufsbildungszentren (BBZ) Olten und Solothurn-Grenchen sowie weitere Institutionen der Tertiärstufe (z. B. Höhere Fachschulen) und Angebote der Weiterbildungsinstitutionen. Von dieser Massnahme sind auch die überbetrieblichen Kurszentren betroffen. Die zuständigen Berufs- oder Branchenverbände sind für die Umsetzung verantwortlich, die Kantone unterstützen sie.

Der Präsenzunterricht wird an den Kantonsschulen und BBZ vorübergehend sistiert. Die Kommunikation an Eltern, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Lernende erfolgt über die Schulleitungen der beiden Kantonsschulen sowie der beiden BBZ. Kantonsschulen und BBZ führen ihren Ausbildungsauftrag grundsätzlich in Anwendung von neuen digitalen Lehr- und Lernformen (Arbeitsaufträge, virtuelle Klassenzimmer u. a.) sowie im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten weiter. Diese Massnahme gilt vorerst bis und mit 19. April 2020.

Sämtliche Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen sowie die Lernenden der Berufsbildungszentren sollen die ausfallenden Schultage nach Möglichkeit im Homeoffice nutzen, um den Schulstoff aufzuarbeiten und die Aufträge der Schule zu bearbeiten.

Da gemäss Lehrvertrag der Betrieb für seine Lernenden verantwortlich ist, erfolgt die Homeoffice-Schulung in Absprache mit dem zuständigen Berufsbildner. Alternative Lernorte (z. B. am Arbeitsplatz) werden ebenfalls mit dem Betrieb besprochen. Die Lernenden halten sich an die Vorgaben ihres Ausbildungsbetriebs.

► Aufnahmeprüfungen
Aufgrund der aktuellen Schulschliessungen werden die Aufnahmeprüfungen für das Gymnasium, die Fachmittelschule und die Berufsmaturität vorerst bis nach den Frühlingsferien verschoben.

► Abschlussprüfungen Qualifikationsverfahren, BM, Maturitäts- und FMS-Abschlussprüfungen
Die Abschlussprüfungen finden voraussichtlich mit Anpassungen statt. Die in diesem Zusammenhang offenen Fragen werden auf verschiedenen Ebenen geklärt und baldmöglichst kommuniziert.

Die Kantone koordinieren gemeinsam mit den Verbundpartnern die Durchführung der Qualifikationsverfahren in der Berufsbildung. Ziel ist es, dass die Qualifikationsverfahren 2020 möglichst regulär durchgeführt werden können. Interkantonale Abklärungen laufen, weitere Informationen folgen.

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