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Maiswurzelbohrer: Anbaueinschränkungen für Mais im Jahr 2020

  • 11.11.2019
  • Erstellt von Bildungszentrum Wallierhof

In Härkingen SO sowie in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern und Jura wurden im Juli und August 2019 in Pheromonfallen Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gefangen.

In Härkingen SO sowie in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern und Jura wurden im Juli und August 2019 in Pheromonfallen Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gefangen. Der Maiswurzelbohrer richtet beim Mais grosse Schäden an. Er legt im August und September Eier in den Boden ab. Im Frühling (Mai) schlüpft die Larve aus, sucht sich Maispflanzen und frisst die Wurzeln. Der Mais fällt um oder stirbt ab. Ertragsausfälle bis zu 30% sind keine Seltenheit; im Extremfall sind 80% möglich. Aus diesem Grund gilt der Maiswurzelbohrer als besonders gefährlicher Schadorganismus. Der Maiswurzelbohrer stellt grundsätzlich nur dann eine grosse Gefahr dar, wenn Mais nach Mais, bzw. Mais als Monokultur angebaut wird. Deshalb ist in einem Umkreis von 10 km um den Fallenstandort, wo Maiwurzelbohrer gefunden wurden, im Jahr 2020 der Anbau von Mais auf Parzellen verboten, wo bereits im Jahr 2019 Mais angebaut wurde.

Die entsprechende Allgemeinverfügung sowie die Liste und eine Karte mit den betroffenen Gemeinden finden Sie auf der Seite des Pflanzenschutzes. Die Verfügung wird zudem im Amtsblatt vom 15. November 2019 publiziert.