Nährstoffe

Suisse Bilanz und Bodenproben

Diese Betriebe brauchen KEINE Nährstoffbilanz und KEINE Bodenproben:

  • Betriebe ohne Zufuhr von N- oder P-haltigen Düngern
  • Betriebe mit einem tiefen Tierbesatz gemäss dieser Tabelle:
max. 2,0 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Talzone
max. 1,6 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Hügelzone
max. 1,4 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Bergzone I
max. 1,1 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Bergzone II
max. 0,9 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Bergzone III
max. 0,8 Düngergrossvieheinheiten (DGVE)/ha Bergzone IV

Alle anderen Betriebe müssen nachweisen, dass sie regelmässig Bodenproben machen:

  • Von sämtlichen Parzellen welche grösser sind als 1 ha (und max. 5 ha gross)
  • Die Bodenproben müssen alle 10 Jahre NEU gemacht werden (Analyseresultate max.10 jährig) Von Wiesenparzellen mit Düngeverbot, von wenig intensiven Naturwiesen und von Dauerweiden müssen KEINE Bodenproben genommen werden.

Bei der Kontrolle ist die abgeschlossene/bereinigte Nährstoffbilanz des Vorjahres (mit den Bewirtschaftungsdaten des Vorjahres) massgebend. Eine (Planungs-)Bilanz des laufenden Jahres ist nur fakultativ.

Zur Berechnung der Bilanz braucht es folgende Unterlagen:

  • Kontrollblatt Düngereinsatz
  • HODUFLU: Zusammenstellung Hof- und Recyclingdüngerlieferungen
  • Flächen gemäss GELAN
  • Tierzahlen gemäss TVD
  • Fläche mit emissionsmindernden Ausbringsystemen / Eintrag GELAN und Feld- und Wiesenkalender
  • Lieferscheine Kraftfutter
  • ev. Berechnung des Silomaisertrages
  • Betriebe mit einer Bauverfügung „Erweiterung Tierhaltung“ müssen beim P-Haushalt die 100% Grenze einhalten
  • Lieferscheine Grundfutter Zu- und Wegfuhr

Düngereinsatz

Sämtliche Verschiebungen von Hof- und Recyclingdüngern in und aus der Landwirtschaft sowie zwischen den Betrieben müssen in der Internetapplikation HODUFLU erfasst werden. Es werden nur die in HODUFLU erfassten Verschiebungen von Hof- und Recyclingdüngern für die Erfüllung der Suisse-Bilanz anerkannt. Ein Auszug aus HODUFLU (Lieferscheine) müssen bei einer Kontrolle vorgelegt werden können.

NPr-Futter

Anfangs Jahr meldet man sich via GELAN für den Einsatz von nährstoffreduziertem Futter (NPr-Futter) an. Bei der Anmeldung entscheidet man sich für eine Variante:

  • Lineare Korrektur: Berechnung des durchschnittlichen Futtergehaltes oder Gehalt Alleinfutter
  • Import/Export-Bilanz: Berechnung des jährlichen Nährstoffanfalls (IMPEX, Berechnung durch die Futtermittelfirma)

Je nach Anmeldung werden die Daten dann in die Suisse-Bilanz integriert. Dazu brauchen Sie die Lieferscheine des Kraftfutters.