Ressourcenprogramm Humus

Eine Hand die ein Stück Humus hält.

Das kantonale Ressourcenprogramm «Humusbewirtschaftung in der Landwirtschaft» ist im August 2017 gestartet. Die Projektträgerschaft setzt sich zusammen aus dem Amt für Landwirtschaft, dem Amt für Umwelt und dem Solothurner Bauernverband. Das Projekt dauert sechs Jahre und wird vom Bundesamt für Landwirtschaft finanziell unterstützt.

Was sind die Ziele ?

  • Humusaufbau auf Ackerböden fördern bzw. einen hohen Humusgehalt erhalten
  • Bodenfruchtbarkeit nachhaltig sicherstellen
  • Sensibilisierung der Landwirte/-innen für die Thematik durch Beratung und den Einsatz einer Humusbilanz
  • Optimieren der Humusbewirtschaftung im Sinne einer guten landwirtschaftlichen Praxis

Wer kann mitmachen ?

  • Direktzahlungsberechtigte Landwirte/-innen mit Wohnsitz im Kanton Solothurn
  • Berechnung Humusbilanz: Betriebe mit mindestens 4.5 ha Ackerfläche
  • Humusaufbauende Massnahmen: Betriebe mit maximal 1.1 GVE pro Hektare düngbare Fläche und mindestens 4.5 ha Ackerfläche

Wie funktioniert die Humusbilanz ?

In einer Humusbilanz werden die Zufuhr und der Abbau von organischer Substanz verglichen. Sie ist ein praktisches Hilfsmittel um abzuschätzen, ob die Bewirtschaftung den Humusgehalt fördern oder erhalten kann oder ob ein Risiko für Humusverlust besteht.

Alle Teilnehmer/-innen erhalten einen persönlichen Zugang zu der Humusbilanz. Das jährliche Ausfüllen der Humusbilanz ist Voraussetzung zur Teilnahme am Ressourcenprogramm. 

Weitere Infos zur Humusbilanz unter so.humusbilanz.ch

Beratung

Regionale Berater stehen den interessierten Landwirten/-innen als Anlaufstelle zur Verfügung. Sie unterstützen bei der Berechnung der Humusbilanz und beraten bei der Auswahl und Durchführung der humusaufbauenden Massnahmen.

Anmeldung

Der Einstieg in das Ressourcenprogramm ist auch im dritten Projektjahr möglich. Melden Sie sich dazu während der Herbsterhebung 2019 im GELAN unter Massnahmen --> KRB an.

Neue Bedingungen für die Feldrandmistkompostierung (ab 2019)

Es gelten neu folgende Bedingungen für die Feldrandmistkompostierung

  • Das Bau- und Justizdepartment (BJD) hat festgelegt, dass die Standorte für das Erstellen von Mieten für die Feldrandmistkompostierung im Grundsatz baubewilligungspflichtig sind (analog der Erstellung von Siloballenlager oder ähnlichen Bauten und Anlagen). Es bleibt den Bewirtschaftenden überlassen, ein Baugesuch bei der Standortgemeinde einzureichen. Die Verantwortung bleibt bei den Bewirtschaftenden.
  • Es gibt neu eine Meldepflicht für die Feldrandmistkompostierung. Im Online-Meldeformular müssen einmalig alle geplanten Standorte für die Mieten eingetragen werden.

Link zum Online-Formular: https://formulare.so.ch/bjdafu_inter/feldrandmistkompostierung

Das Amt für Landwirtschaft bietet beim Ausfüllen des Meldeformulars und/oder beim Erstellen des Baugesuchs Unterstützung an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Jennifer Meier.