Versorgungssicherheit und Kulturlandschaft

Mit den Versorgungssicherheitsbeiträgen soll die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln sichergestellt werden. Sie dienen weiter der Aufrechterhaltung der dafür erforderlichen Produktionskapazitäten. Die Beiträge werden pro Fläche ausgerichtet.

Der Basisbeitrag wird auf der Ackerfläche (Ackerkulturen und Kunstwiesen und auf der Dauergrünfläche (Dauerwiesen und –weiden) ausbezahlt. Für letztere kommt ein reduzierter Beitrag pro Fläche zur Anwendung. Zudem ist für die Auszahlung auf der Dauergrünfläche ein nach Produktionszone abgestufter Mindesttierbesatz notwendig.

Für die offene Ackerfläche und Dauerkulturen wird ein zusätzlicher Flächenbeitrag ausgerichtet. 

Um die schwierigeren Produktionsbedingungen im Hügel- und Berggebiet auszugleichen wird ein nach Produktionszone abgestufter Produktionserschwernisbeitrag ausgerichtet.

Mit den Kulturlandschaftsbeiträgen soll die Offenhaltung der Flächen über die landwirtschaftliche Bewirtschaftung gefördert und damit Verbuschung und Verwaldung vermieden werden. Zudem wird der aufwändigeren Produktion in Grenzlagen (Hanglage, Sömmerungsgebiet) Rechnung getragen.

Die Offenhaltungsbeiträge werden für Flächen im Hügel- und Berggebiet ausgerichtet. Sie sind nach Produktionszone abgestuft.

Mit Hangbeiträgen wird die Mähnutzung von Hanglagen ab 18% Neigung gefördert, abgestuft nach Hangneigung (18%-35%, ab 35%). Ab dem Jahr 2017 werden neu auch im Talgebiet Hangbeiträge ausgerichtet und zudem eine weitere Beitragskategorie eingeführt (ab 50% Neigung).

Beträgt der Anteil der Steillagen mit über 35% Neigung an der Landwirtschaftlichen Nutzfläche mehr als 30% wird zusätzlich ein Steillagenbeitrag ausgerichtet.

Zur Förderung einer flächendeckenden und nachhaltigen Nutzung der Alpweiden werden an Sömmerungsbetriebe Sömmerungsbeiträge ausbezahlt. Die Beiträge werden pro Normalstoss (NST) für die Sömmerung von raufutterverzehrenden Nutztieren (ohne Bisons und Hirsche) ausgerichtet (1 NST = Sömmerung von einer Grossvieheinheit während 100 Tagen).

Mit dem neu eingeführten Alpungsbeitrag soll die Bereitschaft der Ganzjahresbetriebe, ihre Tiere zur Sömmerung zu geben, gefördert werden. Der Beitrag wird ebenfalls per Normalstoss ausbezahlt und ist in allen Produktionszonen gleich hoch.