Aussenhandel Kanton Solothurn

Der Aussenhandel des Kantons Solothurn spiegelt über drei Jahrzehnte die wirtschaftlichen Höhen und Tiefen einer exportorientierten Industrieregion wider. In der ersten Beobachtungsperiode (1995–2015) stiegen die Exporte von 5.3 Mrd. CHF auf einen Höchststand von 6.6 Mrd. CHF im Jahr 2008, bevor die Finanzkrise 2009 einen markanten Einbruch von knapp 20% auslöste. Gleichzeitig überstiegen die Importe ab 2007 dauerhaft die Exporte, wodurch sich die Handelsbilanz zunehmend ins Negative verkehrte und 2013 mit −1.6 Mrd. CHF ihren Tiefpunkt erreichte.

Ab 2016 wurde die Erhebungsmethode revidiert, weshalb die Werte der zweiten Periode nicht direkt mit jenen der Vorjahre verglichen werden können. In diesem neueren Zeitabschnitt verzeichnete der Kanton Solothurn zunächst wieder positive Handelsbilanzen: Von 2016 bis 2019 übertrafen die Exporte die Importe jeweils deutlich. Der pandemiebedingte Einbruch 2020 sowie der anschliessende Nachfrageschub 2021 und 2022 liessen die Importe stark ansteigen und drückten die Bilanz ins Minus. Ab 2023 setzte eine rückläufige Tendenz bei beiden Grössen ein. Im Jahr 2025 belief sich das Exportvolumen auf 4.6 Mrd. CHF bei einem leicht negativen Handelsbilanzresultat von −90 Mio. CHF.

Amt für Finanzen