Aktuell

Trockenheit: Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern stärker eingeschränkt

  • 08.07.2026

Nicht nur die Hitze ist aktuell ein Problem, sondern auch die Trockenheit. Sie führt dazu, dass der Wasserstand der Solothurner Gewässer sowie des Grundwassers niedrig ist. Deshalb sind Wasserentnahmen aus den Oberflächengewässern teilweise eingeschränkt oder verboten.

Die aktuelle Hitzewelle verstärkt die seit diesem Frühling bestehende Trockenheit. Dies führt zu trockenen Böden und niedrigen Wasserständen in Gewässern und im Grundwasser. Da in nächster Zeit keine grossflächigen Regenfälle absehbar sind, wird sich die Lage voraussichtlich verschärfen. Deshalb gilt in weiten Teilen der Schweiz die Trockenheits-Warnung der Stufe 4. Dies bedeutet, dass sich eine länger anhaltende Trockenheit abzeichnet und eine Verschärfung der Situation wahrscheinlich ist. Bereits sind an einigen Bächen die landwirtschaftlichen Wasserentnahmen reguliert oder verboten. Es ist mit Auswirkungen zu rechnen wie Ernteausfälle und weiteren Einschränkungen bei der Wassernutzung sowie einer erheblichen Waldbrandgefahr (zur Zeit Stufe 3 im Kanton Solothurn).

Gleichzeitig mit den sinkenden Wasserständen steigen im Kanton Solothurn die Wassertemperaturen zeitweise auf über 25°, was insbesondere für Fische problematisch werden kann. Auch Grundwasser und Quellen befinden sich in allen Gebieten des Kantons im tiefen bis sehr tiefen Bereich.

Die aktuellen Messungen von Grundwasserständen, Abflüsse und Wassertemperaturen des Kantons Solothurn können hier abgefragt werden.

Informationen zur Temperatur finden Sie auf der Webseite von «MeteoSchweiz». Die Nationale Trockenheitsplattform enthält eine Karte sowie Informationen zur Trockenheit. Hier finden Sie aktuell Informationen des Bundesamtes für Umwelt zur Trockenheit.

 

Aktuelle Massnahmen

  • Seit dem 8. Juli sind Wasserentnahmen aus öffentlichen Oberflächengewässern (mit Ausnahme der Aare) nur noch zur Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen zulässig. Wasserentnahmen für andere Zwecke sind nicht mehr gestattet.
  • Es darf weiterhin ausschliesslich zwischen 20 Uhr und 10 Uhr bewässert werden.
  • Für einzelne Bäche dürfen LandwirtInnen nur noch abwechselnd Wasser für die Bewässerung entnehmen. Das Amt für Umwelt informiert die Betroffenen regelmässig direkt über die geltenden Einschränkungen.
  • Die Situation wird ständig überwacht und falls nötig angepasst.
  • Allgemein wird ein sparsamer Umgang mit Wasser empfohlen.
  • Aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr finden Sie hier.  
  • Schützen Sie sich vor Hitze - weitere Informationen dazu finden sie hier.

 

Weiterführende Informationen

  • Informationen zum aktuellen Stand der Trockenheit im Kanton Solothurn finden Sie hier.
  • Aktuelle Informationen zu Abfluss, Grundwasserständen und Niederschlagsmengen der 60 vom AfU Solothurn betriebenen Messstationen finden Sie hier.
  • Aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr im Kanton Solothurn finden Sie hier.  
  • Schützen Sie sich vor Hitze – weitere Informationen dazu finden Sie hier auf der Website des Solothurner Gesundheitsamtes.
     

Vorsorgemassnahmen

Um besser auf zukünftige Trockenphasen vorbereitet zu sein und den Wasserrückhalt im Jahresverlauf zu erhöhen, setzt das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn das Projekt WATER um. Mit dem Projekt Solothurner Wassernetz SWAN soll die Trinkwasserversorgung für die Zukunft gesichert werden.

  • Zum Projekt WATER (Wasserwirtschaftsplanungen für trockenheitsgefährdete Einzugsgebiete und Regionen)
  • Zum Projekt SWAN Solothurner Wassernetz (Kantonale Sicherstellung der Versorgung mit Trinkwasser)

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