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Luftqualität 2025 weitgehend stabil

  • 19.05.2026

Der Kanton Solothurn hat den Jahresbericht zur Luftqualität 2025 veröffentlicht. Der Jahresbericht beschreibt den Zustand der Luft im Jahr 2025, anhand verschiedener Standorttypen wie Stadt, Agglomeration und Land. Die Luftqualität ist im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben. Die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung (LRV) wurden grösstenteils eingehalten. Beim Ozon gab es im Sommer erneut mehrfach Überschreitungen des Grenzwertes und die Ammoniakbelastungen sind weiterhin zu hoch.

Erfreuliche Entwicklung bei Stickstoffdioxid

Der Grenzwert wurde sowohl an stark befahrenen Standorten als auch in ländlichen Gebieten eingehalten. Einzig an der automatischen Station in Dornach «Schulhaus Brühl» ist eine leichte Zunahme des Jahresmittelwertes zu verzeichnen.

Reduktion der Ozonwerte weiterhin im Fokus

Ozon bildet sich aus den Vorläuferschadstoffen «Stickoxide» und «flüchtige organische Stoffe» (z.B. Lösemittel). Es entsteht in den unteren Luftschichten während Perioden mit viel Sonnenschein und höheren Temperaturen. Der sonnige und warme Sommer im Jahr 2025 führte zwar zu häufigeren Überschreitungen der Vorgaben, die gemessenen Spitzenwerte blieben jedoch auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr.

Feinstaubbelastung trotz zunehmenden Waldbränden weitgehend unter Kontrolle

Die Feinstaubbelastung ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, ist jedoch deutlich tiefer als zu Messbeginn im Jahr 2000. Der Grenzwert für PM10 wurde an allen Messstationen eingehalten. Auch bei den feineren Partikeln (PM2.5) zeigt sich das gleiche Bild – an den Messstandorten im Kanton Solothurn wurde der Jahresgrenzwert der WHO von 10 µg/m3 eingehalten. An den Standorten «Solothurn Werkhofstrasse» und «Biberist Schachen» liegen die Messwerte im Bereich des Grenzwertes.

Im langjährigen Vergleich sind Schwankungen der Feinstaubbelastung nicht ungewöhnlich. Sie lassen sich durch spezielle Wetterlagen erklären, insbesondere durch Temperaturinversionen. Zudem tragen Saharastaub sowie verbreitet auftretende Waldbrände auf der Iberischen Halbinsel (Spanien/Portugal) und teils auch in Übersee (Kanada) zu höheren Belastungen mit Feinstaub bei. 

Staubdepositionen und deren Inhaltstoffe im Gebiet Biberist 

Die Staubdepositionswerte (Jahresmittel) lagen bei beiden Stationen «Biberist Ost» und «Biberist Schachen» unterhalb des Grenzwertes. Bei den Inhaltsstoffen lagen die Jahresmittelwerte von Blei- und Cadmium ebenfalls deutlich unter den Grenzwerten. Einzig der Messwert von Zink lag über dem Grenzwert. Insgesamt ist weiterhin eine leichte Tendenz zu tieferen Werten festzustellen.

Ammoniak überschreitet die Grenzwerte weiterhin

Seit 2011 werden die Ammoniakkonzentrationen an 12 Standorten gemessen. Die Messwerte lagen überall, in allen 14 Messjahren, über dem von der WHO empfohlenen Grenzwert von 1 µg/m3 für empfindliche Ökosysteme. Der Grenzwert von 3 µg/m3 für höhere Pflanzen konnte 2025 nur an 4 der 12 Messstandorte eingehalten werden. Bei den Immissionen von Ammoniak zeigt sich kein einheitlicher Trend zu tieferen Werten. 

Jahresbericht zur Luftqualität 2025

Amt für Umwelt

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