Hintergrund: Im Rahmen der kantonalen Umsetzung der Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität hatte der Regierungsrat im April den beiden Kantonsschulen Solothurn und Olten vorgegeben, dass innerhalb des Kantons zehn Schwerpunktfächer angeboten werden sollen. An beiden Schulen sollten die drei bisher meistgewählten Fächer, dazu vier weitere an der Kantonsschule Solothurn und drei an der Kantonsschule Olten angeboten werden. Schülerinnen und Schüler, die ein Schwerpunktfach wählen, welches an ihrer Schule nicht angeboten wird, hätten den Schulstandort wechseln können. Dies mit dem Ziel, künftig bedarfsorientierte und tragfähige, das heisst finanzierbare Schwerpunktfächer anzubieten.
Interdisziplinäre Schwerpunktfächer
Die ursprünglich vorgesehene Beschränkung der Schwerpunktfächer führten zu einem Innovationsdruck und zur Entwicklung neuer, interdisziplinärer Schwerpunktfachideen, wie sie von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren angeregt worden waren. Im Rahmen der Projektarbeit zur Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität hat sich zudem die Wichtigkeit einer ausgewogenen Vertretung der Fachbereiche Wirtschaft/Gesellschaft, MINT (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaft/Technik), Sprachen sowie Kunst/Kultur, im künftigen Schwerpunktfachkatalog herauskristallisiert. Den konkreten Schwerpunktfachkatalog und die Stundentafel der gymnasialen Lehrgänge ab Schuljahr 2027/2028 wird der Regierungsrat im Frühling 2025 beschliessen.
Kosteneffizienz – Bedarfsorientierung – Konstanz
Mit dem Entscheid, den Schwerpunktfachkatalog auf neun identische Schwerpunktfächer an beiden Schulen zu erweitern, stellt der Regierungsrat sicher, dass allen Schülerinnen und Schülern ein Schwerpunktfach-Angebot mit einer ausgewogenen Vertretung der verschiedenen Fachbereiche zur Verfügung steht. Die bereits im April 2024 festgelegten Kriterien – Kosteneffizienz, Bedarfsorientierung und Konstanz des Schwerpunktfachangebots – werden mittels Steuerungsgrössen umgesetzt: Die Kostensteuerung erfolgt mittels Vorgabe einer durchschnittlichen Mindestgruppengrösse bei den Schwerpunktfächern. Diese Mindestanzahl wird je nach Stufe bei 15 respektive 16 Schülerinnen und Schülern liegen und entspricht den bereits heute geltenden Richtlinien.
Zur Sicherstellung der Bedarfsorientierung ist eine umfassende Evaluation für das Jahr 2033 geplant. Die daraus gewonnen Erkenntnisse werden in die weitere Optimierung des Angebots einfliessen.