Jahresbericht Luftqualität 2006 liegt vor – höhere Feinstaubbelastung

25.04.2007 - Solothurn – Der soeben vom Amt für Umwelt (AfU) publizierte Jahresbericht 2006 zur Luftqualität zeigt u.a., dass die Belastungen durch Feinstaub in den letzten Jahren an allen Standorten zugenommen haben. Die Stickstoffdioxidbelastungen sowie die Ozonwerte lagen im 2006 im Mittel der letzten Jahre. Der in den 90er Jahren registrierte sinkende Trend beim Stickstoffdioxid ist in den letzen Jahren leider kaum mehr feststellbar. Für den Sommersmog 2007 werden die Empfehlungen der Bau-, Planungs- und Umweltschutzdirektorenkonferenz angewandt. Der Bericht kann unter http://www.afu.so.ch heruntergeladen werden.

Die Luftbelastung wird in einer Uebersicht vereinfacht als Index für verschiedene typische Standorte wie Strasse, Stadt, Agglomeration und Jurahöhe dargestellt. Die Zahl der Tage mit guter Luftqualität ist sehr unterschiedlich. Auf den Jurahöhen sind es rund 200 Tage, in den Agglomerationen rund 150, in den Städten ca. 100 und entlang von stark befahrenen Strassen noch ca. 50 Tage.

Neben dem Verlauf der Luftschadstoffbelastungen informiert der Bericht in diesem Jahr zum Thema "Mobilität und Luftverschmutzung". Das Mobilitätsverhalten in der Schweiz sowie deren Folgen werden erläutert. 44 % aller Fahrten entfallen auf den Freizeitverkehr mit weiterhin wachsender Tendenz. In der Schweiz werden zudem Autos mit grösserem Kubikinhalt und stärkerer Motorenleistung gefahren als in den Nachbarländern. Da zudem immer mehr Autos zugelassen und mehr Kilometer gefahren werden, steigt der Energieverbrauch, obwohl die Neuwagen jedes Jahr sparsamer werden. Diese Trends bewirken auch die steigende Belastung der Atemluft mit Feinstaub und haben den seit langem sinkenden Verlauf der Stickstoffdioxidbelastungen gestoppt.

Einige Anregungen informieren, wie das eigene Mobilitätsverhalten umweltgerechter gestaltet werden kann.

Im Hinblick auf die Sommersmogsaison weist das Amt für Umwelt auf die nationale Kampagne http://www.ozon-info.ch hin. Die Grundlage dazu bilden die Beschlüsse der Bau-, Planungs- und Umweltschutzdirektorenkonferenz. Auch der Kanton Solothurn setzt entsprechend diesem Konzept auf langfristige Massnahmen sowie die Information und die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Das AfU bietet Informationsmöglichkeiten auf der Homepage www.afu.so.ch sowie durch den in den letzten Jahren breit etablierte Informationsdienst "Ozondaten per SMS" an. Durch senden des Keyword OZON SO an die Zielnummer 20120 kann zum Preis von 30 Rp./SMS der momentane Ozonwert abgerufen werden.

Der Bericht kann bei den Einwohnergemeinden oder beim Amt für Umwelt gratis bezogen werden. Im Internet kann er unter http://www.afu.so.ch heruntergeladen werden.

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