Zwei Solothurner Künstlerinnen reisen im Jahr 2008 nach Paris
26.04.2007 - Solothurn – Die Fotografin Lea Maurer (1982, Zürich, geboren in Solothurn) und die Pianistin und Organistin Evelyne Grandy (1982, Solothurn) erhalten vom Kantonalen Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn die Möglichkeit, während je sechs Monaten im Künstleratelier "Cité international des Arts" zu arbeiten. Seit 2001 besitzt der Kanton Solothurn die Möglichkeit, Kunstschaffende mit einem Auslandsemester in Paris zu fördern.
Unter der Leitung der Vize-Präsidentin Sarah Koch hat der Leitende Ausschuss des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung - auf Antrag der zuständigen Fachkommissionen - entschieden, dass 2008 die Fotografin Lea Lilly Gerda Maurer, Zürich, geboren in Solothurn, (Januar bis Juni) und die Pianistin und Organistin Evelyne Grandy, Solothurn, (Juli bis Dezember) während je sechs Monaten in Paris an ihren künstlerischen Aussagen arbeiten können. Das Kuratorium kommt für die Miete auf und beteiligt sich an den Lebenshaltungskosten. Die Finanzierung erfolgt über einen Beitrag aus dem Kantonalen Lotteriefonds.
Die positiven Reaktionen haben das Kuratorium bewogen, das Angebot auch im 2008 fortzuführen. Die Zusprechung der Atelierwohnung erfolgt aufgrund der durch die Bewerbungsunterlagen dokumentierten Qualität der Arbeiten. Die Kontinuität und die Entwicklungsmöglichkeit sowie Innovation und Professionalität des Schaffens sind weitere wichtige Kriterien.
Die seit 2001 gesammelten Erfahrungen mit den Auslandaufenthalten der Kunstschaffenden sind ausnahmslos positiv, und der Kanton Solothurn wird gestützt darauf die Zusammenarbeit mit dem Kuratorium des Kantons Aargau weiterführen. Die Ausschreibung für das Jahr 2009 erfolgt im November 2007.
Die Fotografin Lea Maurer (1982) besuchte die Schulen in Langendorf, war in der Folge während zweier Jahre in verschiedenen Funktionen im Kunsthaus Grenchen tätig und absolvierte ihre Berufslehre als Fotografin bei Roger Schneider in Zürich. 2002 erschien ihr Fotoband "Ligurien", eine persönliche Auseinandersetzung in Bildern. Ein wichtiger Arbeitbereich sind Lea Maurers "Atelierbesuche", die sie 1997 für die Galerie Quellgasse, Biel, begann und immer wieder fortsetzte. – Ihre eigenen Projekte mussten in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund treten. Diese möchte die Künstlerin konkretisieren. In ihrem Paris Semester möchte sie verschiedene Aspekte der französischen Kultur und Politik erfahren und wünscht sich, sie könnte in ihren Arbeiten die vielen Geschichten, die in Paris lebendig sind, neu erzählen.
Im Jahre 2006 erhielt Evelyne Grandy (1982) einen Werkjahrbeitrag des Kantons Solothurn. Vorher bereits erhielt die junge Musikerin zahlreiche wichtige Preise, so unter anderem den Förderpreis der RegioBank Solothurn zugesprochen. Seit fünf Jahren ist sie als Hauptorganistin am Kloster St. Josef in Solothurn und an der St. Martinskirche in Zuchwil tätig. Evelyne Grandy erwarb an der Hochschule für Musik und Theater das Konzertdiplom als Organistin. Zurzeit bereitet sich auf das Klavierkonzertdiplom vor. Sie will danach ein Zwischenjahr einschalten, um sich selbst musikalisch weiterzuentwickeln. Zusammen mit ihrem Lehrer Adalbert Roetschi ist sie überzeugt, dass sie in dieser Zeit vor allem selbständig an sich arbeiten und mit dem Studium der entsprechenden Literatur ihr Repertoire vertiefen und gleichzeitig auch erweitern kann. Zudem verspricht sie sich von den persönlichen Begegnungen in der "Cité" eine persönliche Entfaltung. Sie weiss auch, dass die Übungsmöglichkeiten an dieser Kulturstätte in jeder Beziehung ausgezeichnet sind.
Fotos unter: http://www.staatskanzlei.so.ch/bildarchiv