Höhere Fachschule Pflege (HFP) am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe Kanton Solothurn (BZG)

04.06.2007 - Solothurn - Der Regierungsrat hat die die Einführung einer neuen höheren Berufsausbildung beschlossen. Am 17. September 2007 startet im Kanton Solothurn die Höheren Fachschule Pflege (HFP) am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG). Das dreijährige Vollzeitstudium an der HFP löst die bisherige vierjährige Diplomausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege DNII ab.

Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz des Bundes gilt auch für die Gesundheitsberufe die Bildungssystematik der kaufmännischen und gewerblichindustriellen Berufe. So wurde im Kanton Solothurn bereits die neue Berufslehre zur Fachangestellten Gesundheit (FAGE) eingeführt. Die ersten FAGEs feiern ihren Lehrabschluss am 5. Juli 2007 im Konzertsaal Solothurn.

Als Weiterausbildungsmöglichkeiten stehen den FAGEs eine breite Palette von Studien an Höheren Fachschulen (HF) oder mit Berufsmatura (BM) auch an Fachhochschulen (FH) offen.

Der Regierungsrat hat im Mai 2005 das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG) beauftragt, eine Höhere Fachschule Pflege zu entwickeln, so dass im Jahr 2007 im Kanton Solothurn ein Angebot auf Tertiärstufe bereit steht, wenn die ersten FAGEs ihre Lehre beenden und auch die ersten Lernenden an der dreijährigen Fachmittelschule (FMS) ihre Ausbildung abschliessen. Nach erfolgreicher zweijähriger Entwicklungsarbeit konnte der Regierungsrat nun beschliessen, dass die HFP im Herbst 2007 starten kann.

Das kompetenzbasierte Studium orientiert sich an den neusten wissenschaftlich Erkenntnissen und Methoden. Dabei bleibt der Focus aber klar auf der Praxisorientierung. Der dreijährige Bildungsgang umfasst insgesamt 5400 Lernstunden. Die Lernbereiche sind aufgeteilt in 40% schulischer Unterricht, 20% Training & Transfer und 40% Praxisausbildung. Die HFP startet am 17. September 2007 mit dem ersten Ausbildungsgang. Die Planung sieht vor, jährlich mit drei Klassen zu starten: zwei Klassen mit der Vertiefung im Bereich Pflege von somatisch erkrankten Menschen und eine Klasse im Bereich Pflege von psychisch erkrankten Menschen.

Für die Zulassung an die HFP wird zusätzlich zum Abschluss auf der Sekundarstufe II eine Eignungsabklärung oder Berufserfahrung verlangt. Die Studierenden schliessen mit dem BZG und der Praxisinstitution einen Ausbildungsvertrag ab. Das Diplom ist schweizerisch anerkannt.

Zwischen den Kantonen Basel Stadt / Basel Landschaft, Thurgau, der Zentralschweiz und Solothurn ist eine überregionale Zusammenarbeit zustande gekommen. Nebst einem offenen Austausch von Datenmaterial bezüglich der curricularen Arbeiten und der Entwicklung von gemeinsamen Produkten, ist es gelungen, im Bereich der Vertiefungen, zwischen der Zentralschweiz und Solothurn ein interregionales Bildungsangebot auszuhandeln.

Weitere Informationen unter www.bzg.so.ch



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