Leichtes Bevölkerungswachstum, Schweizer Wohnbevölkerung im Kanton stagniert

Solothurn, 20. Juni 2007 - Die Einwohnerzahl im Kanton Solothurn betrug am 31. Dezember 2006 bei 251'657 Personen. Das entspricht gegenüber 2005 einem Zuwachs von 1'043 Personen (+0,4%). 2006 wurden im Kanton weniger Kinder geboren als im Vorjahr. Für das Wachstum waren in erster Linie ausländische Staatsangehörige verantwortlich. Die Schweizer Bürger verzeichnen erneut einen Sterbe- und Abwanderungsüberschuss; ihre Zahl konnte dank Einbürgerungen knapp gehalten werden. Dies und anderes geht aus der statistischen Mitteilung „Wohnbevölkerung 2006“ der Abteilung Controllerdienst und Statistik im Amt für Finanzen hervor. Diese kann im Internet unter www.statistik.so.ch abgerufen werden.

Am Stichtag 31. Dezember 2006 erreichte die Wohnbevölkerung den Stand von 251‘657 Personen. Damit lag der Bestand um 1'043 Personen oder 0,4% über demjenigen des Vorjahres. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Kanton belief sich auf 19,2% (48'355 Personen). Der entsprechende schweizerische Mittelwert beträgt 21,9%. Die Zahl der im Kanton Solothurn lebenden Personen mit Schweizer Bürgerrecht verringerte sich im Berichtsjahr um 13 Personen (neu: 203'302 Personen).

Auch im Jahr 2006 beruhte das Wachstum der Bevölkerung weitgehend auf dem Geburtenüberschuss und dem Wanderungsgewinn der ausländischen Wohnbevölkerung. Während der Faktor „Geburtenüberschuss“ bei der Schweizer Bevölkerung seit 1993 negativ ausfiel (mehr Todesfälle als Lebendgeborene), entwickelte sich in der gleichen Zeitspanne derjenige der ausländischen Wohnbevölkerung immer positiv. Der Sterbe- und Wegzugsüberschuss sowie die geringere Anzahl Einbürgerungen im Verlaufe des Jahres 2006 bewirkte den Rückgang der Schweizer Bevölkerung.

Die Zahl der im Kanton Solothurn lebenden Ausländer teilt sich insgesamt auf 133 Nationen auf. Mit einem Anteil von 22,7% sind die Italiener weiterhin die stärkste Einzelnationalität, gefolgt von den Staatsangehörigen aus Serbien und Montenegro mit einem Anteil von 18,9%. Am drittstärksten vertreten sind mit einem Anteil von 13,0% die Mitbewohner türkischer Nationalität. An vierter Stelle folgen die Deutschen mit einem Anteil von 11,0%.

Die Aufteilung der Bevölkerung nach Geschlecht präsentierte sich gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Aktuell verweilen 49,5% männliche und 50,5% weibliche Individuen auf solothurnischem Kantonsgebiet.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfuhr die Bevölkerung eine starke Alterung. Im Jahr 1900 waren knapp 45% der Wohnbevölkerung des Kantons unter 20-jährig und lediglich 5,5% 65-jährig oder älter. Diese Anteile haben sich in den letzten hundert Jahren klar verschoben. Heute sind 21,5% der Bevölkerung unter 20-jährig und rund ein Sechstel ist 65-jährig oder älter. Der Rückgang des Anteils der Jungen wurde durch die Zunahme des Anteils der älteren Personen praktisch wettgemacht, während der Anteil der 20-64-jährigen ziemlich stabil blieb. Diese Entwicklungen sind das Ergebnis des langfristigen Rückgangs der Geburten- und der Sterbeziffern, den Hauptmerkmalen der demografischen Alterung.

Die Zahl der Geburten fiel im Berichtsjahr um 78 Kinder kleiner aus als im Jahr zuvor und beläuft sich auf 2'064 Lebendgeburten. Etwas mehr als ein Viertel der Neugeborenen sind Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Zur Zeit beläuft sich die Geburtenhäufigkeit für Schweizerinnen auf 1,27 Kinder je Frau, verglichen mit 1,87 Kinder je Frau bei den Ausländerinnen. Anna und Julia waren im Kanton im Jahr 2005 die beliebtesten Vornamen für Mädchen. Bei den Knaben wurde der letztjährige Ranglistenerste Noah durch David und Joël abgelöst.

Die Publikation kann beim Amt für Finanzen, Controllerdienst und Statistik, Barfüssergasse 24, 4509 Solothurn bezogen werden.

Bezugsquelle: statistik@fd.so.ch oder Internet: www.statistik.so.ch.

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