Nutzungsplanauflage Entlastung Region Olten
04.05.2007 - Solothurn – Das wichtigste Projekt der Region und der gesamten Agglomeration Aareland - die "Entlastung Region Olten" (ERO) - kommt zur öffentlichen Auflage. Pläne und Berichte werden in Olten und den umliegenden Gemeinden vom 7. Mai bis am 6. Juni 2007 aufgelegt. Im Stadthaus Olten ist gleichzeitig ein Modell der gesamten Entlastungsstrasse H5b ausgestellt. Die ERO soll ca. 260 Mio. Franken kosten und bis 2013 gebaut sein.
Die Entlastungsstrasse als zentrales Element des Gesamtverkehrsprojektes "Entlastung Region Olten" (ERO) bringt eine starke Entlastung der heutigen West-Ost Achse und damit auch eine Entflechtung der Verkehrsbeziehungen in der Stadt Olten. Mit dem Bau der Entlastungsstrasse wird auch der seit langer Zeit geforderte zweite Aareübergang realisiert. Eine grosse Anzahl der Anregungen aus dem Mitwirkungsverfahren 2004 wurde im Projekt berücksichtigt. Insbesondere wurde auch die geforderte Bündelung der Verkehrsträger "Strasse" und "Bahn" in die Planung aufgenommen.
Neben der Entlastungsstrasse umfasst das Gesamtverkehrsprojekt ERO insbesondere auch Umgestaltungsmassnahmen und eine situativ eingreifende Verkehrsbeeinflussung auf dem bestehenden Kantonsstrassennetz. Mit dem Verkehrsmanagement wird der Verkehrsablauf bereits ab 2009 stark verflüssigt. Der öffentliche Verkehr wird dabei wesentlich begünstigt. Nach der Eröffnung der Entlastungsstrasse können aufgrund der Entlastung des bestehenden Netzes auch die Umgestaltungsmassnahmen realisiert werden. Damit werden die Sicherheit und die Attraktivität für den Langsamverkehr gesteigert.
Im Zuge der ökologischen Ersatzmassnahmen wird die Dünnern im Gebiet Altmatt zwischen Olten und Wangen auf rund 900 Metern revitalisiert. Dadurch wird einerseits ein wesentlicher Beitrag zum Umwelt- und Hochwasserschutz geleistet. Andererseits wird dieser Abschnitt auch als Naherholungsgebiet aufgewertet.
Das gesamte Projekt wird im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung auf die Umweltauswirkungen, vor allem betreffend Luft, Lärm, Erschütterungen, aber auch auf seine raumplanerischen Aspekte, geprüft. Die Pläne und Berichte wurden durch die Umweltfachstellen des Kantons vorgeprüft. Der Vorprüfungsbericht attestiert dem Vorhaben die Einhaltung aller gesetzlichen Normen und Richtlinien auf hohem Niveau. Daher sehen die verantwortlichen Planer und das Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons dem bevorstehenden Verfahren mit grosser Zuversicht entgegen.
Es liegt auf der Hand, dass Verkehrsprojekte solcher Grössenordnung nicht ohne Beeinträchtigung privater Interessen gebaut werden können. Diese sind in jedem einzelnen Fall gegen das öffentliche Interesse abzuwägen. Das Interesse von Stadt und Region an der Realisierung der Umfahrung ist gross: Sie soll günstige Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wachstum sicherstellen und die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen. Das grosse öffentliche Interesse an diesem Agglomerationsprojekt zeigt auch der Umstand, dass der Bund rund die Hälfte der Kosten (130 Mio. Franken) aus dem Infrastrukturfonds subventioniert. Bedingung ist, dass 2008 mit dem Bau begonnen wird.