Steuerfüsse und Gebühren 2007 - Moderate Steuerfusssenkung
14.05.2007 - Solothurn – Im Mittel liegt der Steuerbezug bei den Solothurner Einwohnergemeinden im Jahr 2007 jetzt um ein Prozentpunkt tiefer als noch im Vorjahr. 25 Gemeinden oder jede fünfte Gemeinde haben den Steuerfuss im laufenden Jahr gesenkt, sechs Gemeinden mussten den Steuerbezug erhöhen. Das geht aus der neusten Publikation "Steuerfüsse und Gebühren 2007 der Solothurner Gemeinden" der Abteilung Controllerdienst und Statistik hervor. Die Mitteilung kann im Internet unter http://www.statistik.so.ch abgerufen werden.
Im Jahr 2007 beläuft sich der durchschnittliche Steuerfuss der Einwohnergemeinden für natürliche Personen auf 116,3%. Zwar haben immer noch 25 Einwohnergemeinden den Steuerfuss für das laufende Jahr gesenkt, dies sind aber deutlich weniger Gemeinden als in den Vorjahren. In den Jahren 2003 bis 2006 habe jeweils mehr als 40 Gemeinden den Steuerfuss gesenkt. Die sechs Gemeinden Balm bei Günsberg (100 auf 110%), Hubersdorf (115 auf 119%), Oberdorf (115 auf 120%), Obergerlafingen (92 auf 100%), Oekingen (110 auf 115%) und Winznau (115 auf 125%) beschlossen eine Erhöhung ihres Steuerbezugs. Die meisten Gemeinden (94) beliessen den Steuerbezug auf der Höhe des Vorjahres. Von der diesjährigen Steuerfussreduktion profitieren etwa 93'000 Personen (Vorjahr 89'000 Personen), von den Steuerfusserhöhungen sind etwa 6'000 Personen betroffen.
Den tiefsten Steuerfuss (60%) beziehen die Gemeinden Feldbrunnen-St. Niklaus und Kammersrohr, den höchsten die Gemeinde Herbetswil (138%). Somit hat sich die Spanne zwischen dem tiefsten und dem höchsten Steuerfuss auf 78 Prozentpunkte (Vorjahr 79 Prozentpunkte) leicht verringert.
Der durchschnittliche Steuerfuss liegt in vier der insgesamt zehn Bezirke unter dem Kantonsmittel. Den tiefsten durchschnittlichen Bezug weisen die Bezirke Gäu (106%), Olten (107%) und Lebern (108%), den höchsten Bezug die Bezirke Thal (130%) und Thierstein (126%) auf.
An der Gebührenfront im Wasser- und Abwasserbereich hat sich wenig verändert: Die Verbrauchsgebühren für das Wasser bewegen sich zwischen 0,50 Fr./m3 und 3,50 Fr./m3. Im Durchschnitt aller Gemeinden liegt der Frischwasserpreis bei 1,66 Fr./m3 (im Jahr 2006: 1,64 Fr./m3). Die Verbrauchsgebühren beim Abwasser belaufen sich auf 0,70 Fr./m3 bis 4,90 Fr./m3. Im Durchschnitt wird für die Entsorgung von Abwasser im Jahre 2007 unverändert 1,95 Fr./m3 bezahlt. Die Hälfte der 125 Gemeinden verlangen eine Verbrauchsgebühr zwischen 1,60 Fr./m3 und 2,30 Fr./m3. Neben den Verbrauchsgebühren müssen die meisten Einwohner des Kantons Solothurn noch eine Grundgebühr im Bereich Wasser wie auch im Bereich Abwasser bezahlen.
Die Verbrauchsgebühren bei der Kehrrichtentsorgung haben sich im laufenden Jahr 2007 verringert. Ausschlag dazu gibt eine Gebührenreduktion der Kehrichtbeseitungs AG in Zuchwil (KEBAG). Die Gebührenreduktion beläuft sich hier um rund 12.5 Prozent. Die meisten Gemeinden der Bezirke Solothurn, Lebern, Bucheggberg, Wasseramt und Thal profitieren von diesen neuen Tarifen. In den übrigen Regionen blieben sie meist unverändert.
Die Publikation kann beim Amt für Finanzen, Abteilung Controllerdienst und Statistik (Barfüssergasse 24, 4509 Solothurn) bezogen werden. Internet-Bezugsquelle: www.statistik.so.ch