Gutachten fordert Erhalt der heutigen Sesselbahn auf den Weissenstein
Solothurn, 3. Juli 2007 - Die eidgenössische Kommission für Natur- und Heimatschutz (ENHK) und die eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) wollen die Sesselbahn auf den Weissenstein aufgrund ihrer Einzigartigkeit als Denkmal von nationaler Bedeutung erhalten. Die Konzessionsbehörde des Bundes hat indessen im Vorfeld bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass die heutige Sesselbahn weder technisch noch sicherheitsmässig sanierbar ist. Die kantonale Projektleitung hält am eingeschlagenen Weg fest.
Die eidgenössische Kommission für Natur- und Heimatschutz (ENHK) und die eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) haben ihr Gutachten zum Gesamtprojekt Weissenstein abgegeben. Die Kommissionen halten fest, dass aufgrund ihrer Einzigartigkeit die Sesselbahn Oberdorf - Weissenstein als Gesamtanlage als Denkmal von nationaler Bedeutung zu erhalten sei. Sie vertreten überdies die Meinung, dass die zusätzlich geplanten Eingriffe mit Rodelbahn und Tubing-Anlage eine schwere Beeinträchtigung der unter Bundesschutz stehenden Landschaft darstellen würden.
Aus Sicht der kantonalen Steuerungsgruppe hingegen stellt das Gesamtkonzept ein ausgewogenes Konzept zum Schutz und zur Nutzung einer einzigartigen Landschaft dar. Auch die Konzessionsbehörde des Bundes, das Bundesamt für Verkehr, hat in der Vergangenheit klar signalisiert, dass der Erhalt der historischen Sesselbahn weder technisch noch sicherheitmässig verantwortbar sei. Zur Zeit nehmen die kantonalen Fachstellen sowie die Mitglieder der Steuerungsgruppe im Sinne einer Vorprüfung Stellung zum Gesamtkonzept Weissenstein. Die Eingaben werden für anfangs August erwartet. Die öffentliche Auflage des Projektdossiers Weissenstein ist für Herbst 2007 geplant. An diesem Fahrplan soll festgehalten werden.
Die vom Kanton eingesetzte Steuerungsgruppe hat sich in Kenntnis der Haltung des Bundesamtes für Verkehr frühzeitig für den Bau einer neuen Seilbahn ausgesprochen. Die Finanzierung für die neue Bahn ist nach Auskunft der Seilbahn Weissenstein AG auf gutem Wege. Die benötigten Mittel in der Höhe von insgesamt zwölf Millionen Franken sind zugesichert. Die in Aussicht gestellten Beiträge der Investoren und Gemeinden sind ausschliesslich zu Gunsten einer neuen Bahn gesprochen.