KANTONSRAT: SOGEKO nimmt Leitbild und Strategie der Spitäler AG zur Kenntnis
Solothurn, 6. Juli 2007 – Die kantonsrätliche Sozial- und Gesundheitskommission (SOGEKO) liess sich von der Führungsspitze der Solothurner Spitäler AG (soH) über das Leitbild und die Strategie informieren. Ausserdem stimmt sie zwei parlamentarischen Aufträgen im Bereich Hausarztmedizin bzw. Schuldenberatung zu.
Leitbild und Strategie der Solothurner Spitäler AG für die Jahre 2007 bis 2012 wurden der SOGEKO an ihrer letzen Sitzung von Verena Diener, Verwaltungsratspräsidentin, und Kurt Altermatt, Direktionspräsident der soH, detailliert vorgestellt. Die Kommission konnte zur Kenntnis nehmen, dass das Zusammenfügen der Solothurner Spitäler an ihren verschiedenen Standorten zu einer unternehmerischen Einheit auf gutem Wege ist. Es bedarf aber noch weiteren Anstrengungen, damit die Solothurner Spitäler AG bei Mitarbeitenden und Öffentlichkeit als ein einziges Spital wahrgenommen wird.
Auftrag zur Hausarztmedizin soll erheblich erklärt werden
Die FdP-Fraktion verlangt in einem parlamentarischen Auftrag, dass ein Bericht zur Situation im Bereich der Hausarztmedizin im Kanton Solothurn zu erstellen sei und gestützt darauf im Rahmen eines Konzeptes rasch umsetzbare Massnahmen vorzuschlagen seien, um der sinkenden Attraktivität des Hausarztberufes in der medizinischen Grundversorgung im Kanton Solothurn entgegenzuwirken und einen drohenden Ärztemangel in diesem Bereich vorzubeugen. Der Regierungsrat beantragt, den Auftrag nicht erheblich zu erklären. Er begründet dies insbesondere damit, dass auf gesamtschweizerischer Ebene Berichte der Gesundheitsdirektorenkonferenz vorliegen, weshalb der Kanton Solothurn keinen eigenen Bericht zur Situation verfassen müsse. Ferner sei bereits eine Arbeitsgruppe "Hausarztmedizin" eingesetzt. Die Kommission hat jedoch angesichts der Wichtigkeit der Hausarztmedizin für die medizinische Grundversorgung entschieden, dem Kantonsrat die Erheblicherklärung des Auftrags, aber mit geändertem Text, zu beantragen: "Der Regierungsrat wird eingeladen, Massnahmen zu prüfen, die geeignet sind, der sinkenden Attraktivität des Hausarztberufes in der medizinischen Grundversorgung im Kanton Solothurn entgegenzuwirken und einem drohenden Ärztemangel in diesem Bereich vorzubeugen."
Auftrag Schuldenberatung und Schuldenprävention
Weiter ist die SOGEKO beim Auftrag der Fraktion SP/Grüne betreffend Schuldenberatungsangebot im Kanton Solothurn und Schuldenpräventionsmassnahmen für Jugendliche dem Antrag des Regierungsrates auf Erheblicherklärung gefolgt. Sie erachtet eine gut funktionierende Schuldenberatung im ganzen Kanton, bei dem auch ausserkantonale Beratungsstellen aufgesucht werden können, als wichtig. In die Schuldenprävention sollen nebst den Eltern auch die Schulen miteinbezogen werden. Dabei steht nicht ein neues Schulfach im Vordergrund. Das Thema kann in bestehende Fächer, beispielsweise Mathematik oder Hauswirtschaft, integriert werden.