KANTONSRAT: BIKUKO befürwortet familienfreundliche Tagesstrukturen

Solothurn, 8. November 2007 – Die kantonsrätliche Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) befürwortet familienfreundliche Tagesstrukturen, wie Mittagstisch, Aufgabenhilfe und Betreuung der Kinder, wie dies die Volksinitiative der FdP verlangt. Die Gesellschaft aber auch die Arbeitswelt werden von den neuen Zeitstrukturen an den Schulen profitieren können.

Die BIKUKO unterstützt die Volksinitiative der FdP, wonach der Kanton die Grundlagen schaffen soll für den Aufbau von Tagestrukturen in den Gemeinden, wie Mittagstische, Aufgabenhilfe und Betreuung der Kinder in Randstunden. Die Bedürfnisse von Kindern, Eltern, Schulen und Gemeinden sind zu berücksichtigen. Die Kosten sollen von den Gemeinden und den Eltern - mit einkommensabhängigen Beiträgen - getragen werden. Kernpunkt der Initiative ist, dass die Gemeinden in der Umsetzung autonom sind und die Freiheit haben sollen, ein den eigenen Bedürfnissen entsprechendes Modell für Tagesstrukturen umzusetzen. Die Einführung von Tagestrukturen fällt gemäss Vorgaben des neuen Sozialgesetzes in den Kompetenzbereich der Gemeinden, die Kommission erachtet aber eine Koordination mit dem sich bildenden Bildungsraum Nordwestschweiz und mit der Sozialpolitik als notwendig. Die BIKUKO, unter Leitung ihres Präsidenten, Kurt Henzi (FdP, Dornach), regt an, dass der nach einer Zustimmung zur Initiative zu erarbeitende Entwurf nach Möglichkeit mit dem Auftrag der SP/Grünen "Schaffung von Tagesschulen" koordiniert werden soll.

Massnahmen im Bereich der Einschulung, Auftrag Fraktion SP/Grüne
Der Auftrag der Fraktion SP/Grüne fordert unter anderem die Einschulung ab dem 4. Altersjahr und die sprachliche Förderung aller Kinder in der Standardsprache ab Einschulung. Weiter möchte sie die Unterstützung des Angebots von Sprachunterricht in der Herkunftssprache ab Einschulung ermöglichen und die Vermittlung von Wissen über die verschiedenen Kulturen und Religionen in der Primarschule obligatorisch anbieten.
Im Rahmen des im Aufbau befindlichen Bildungsraums Nordwestschweiz mit den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn sollen diese Aufgaben geprüft werden. Ein Alleingang in der Umsetzung und kantonsspezifische Sonderregelungen sind inhaltlich und ökonomisch nicht vertretbar. Die meisten Anliegen, wie Standardsprache ab Einschulung, Einschulung ab dem 4. Schuljahr usw. sind bereits initiiert. Ein flächendeckendes Angebot zur Unterstützung von Sprachunterricht in der Herkunftssprache ab Einschulung ist mit den im Kanton existierenden Klein- und Kleinstschulen aber finanziell nicht umsetzbar. Die Bildungs- und Kulturkommission stimmt dem Antrag des Regierungsrats auf Erheblicherklärung und Abschreibung zu.

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