Konzept Qualitätsmanagement für Kindergarten und Volksschule
Solothurn, 3. September 2007 - Das Departement für Bildung und Kultur hat heute ein kantonales „Rahmenkonzept Qualitätsmanagement“ der Oeffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept stellt die Qualitätsarbeit der geleiteten Schulen in einen Gesamtzusammenhang und liefert für die Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden verbindliche Vorgaben zu deren Umsetzung. www.avk.so.ch. Geleitete Schulen werden für die Sicherung und Entwicklung ihrer Schul- und Unterrichtsqualität verantwortlich.
Mit dem Aufbau und der Umsetzung des Qualitätsmanagements an den Schulen wird der Nutzen der vielfältigen Anstrengungen nachweisbar. Transparent vorliegende Ergebnisse zur Schul- und Unterrichtsqualität dienen der Information und dem Dialog mit den Eltern, den kommunalen und kantonalen Aufsichtsbehörden sowie der Öffentlichkeit. Sie regen zur Reflexion an und geben den verantwortlichen Schulleitern sowie den Aufsichtsbehörden Hinweise für notwendige Massnahmen zur Schulentwicklung.
Kantonales Rahmenkonzept
Das Rahmenkonzept des Departementes für Bildung und Kultur dient als Grundlage für eine systematisch angelegte Qualitätsarbeit in Kindergarten und Volksschule des Kantons Solothurn und beschreibt abgestimmte Ziele, Zuständigkeiten und (Minimal-)Standards auf den Ebenen Lehrpersonen, Einzelschule und Kanton. Das Konzept stellt die Qualitätsarbeit in einen Gesamtzusammenhang und liefert verbindliche Vorgaben für deren Umsetzung. Alle Beteiligten erhalten damit Sicherheit in der Ausrichtung ihrer Anstrengungen.
Qualitätselemente
Kern des Rahmenkonzepts bilden einheitlich gegliederte Qualitätselemente.
- Lehrer sollen sich bewusst mit den Auswirkungen des eigenen professionellen Handelns im Unterricht auseinandersetzen. Das Rahmenkonzept fordert sie auf, regelmässig Rückmeldungen von Schülern und von den Eltern einzuholen und auszuwerten. Im weiteren sollen die Lehrpersonen in sogenannten Q-Gruppen mitarbeiten und so mit Kollegen über den eigenen Unterricht nachdenken.
- Auf der Ebene der einzelnen Geleiteten Schule werden zu fünf Qualitätselementen Grundaussagen gemacht. Jede Schule soll über ein Qualitätsleitbild mit überprüfbaren Aussagen zu Qualitätszielen verfügen. In einem Schulprogramm sollen klare Entwicklungsziele formuliert und geplant werden. In sogenannten Schulvereinbarungen werden Verbindlichkeiten zur Zusammenarbeit festgehalten. Die Schulleitungen stützen ihre Personalführung auf ein Personalentwicklungskonzept ab, in dem u.a. auch die Beurteilung der Lehrpersonen erklärt wird. Schliesslich werden Standards zur internen Evaluation vorgegeben.
- Das Rahmenkonzept hält zudem wesentliche Entscheide zur Steuerung der Volksschule durch die kantonale Bildungsbehörde fest. So werden u.a. grundlegende Aussagen zu den noch zu entwickelnden Qualitätselementen Leistungsvereinbarung, Leistungstests und externer Evaluation gemacht.
Für jedes Element werden die Rahmenbedingungen, insbesondere die Ziele, die Verantwortlichkeiten und die Minimalanforderungen beschrieben.
Umsetzung bis 2012
Das Rahmenkonzept ist verbindlich für alle zertifizierten Geleiteten Schulen und soll spätestens bis zum Jahre 2012 an allen Schulen umgesetzt sein. Dadurch wird es möglich sein, die pädagogische Qualität der Kindergärten und Volksschulen im Kanton Solothurn umfassend und systematisch zu erfassen, weiter zu entwickeln und zu sichern.