Januar 2026

Crack-Krise: Städte sollen über Lastenausgleich unterstützt werden

  • 22.01.2026

Ein dringlicher Auftrag fordert Massnahmen gegen das zunehmende Drogenproblem in Solothurner Städten. Diese ständen bei der Bewältigung von Sucht- und Folgethemen bislang weitgehend allein da. Die Sozial- und Gesundheitskommission (SOGEKO) erklärt den Vorstoss als erheblich und stimmt knapp dem geänderten Wortlaut des Regierungsrats zu.

Der Kanton soll mittels einer kantonalen Strategie umgehend auf die zunehmende Crack-Problematik im Kanton reagieren. In der Antwort des Regierungsrats auf diesen dringlichen Auftrag aus dem Kantonsrat wird der Handlungsdruck anerkannt, insbesondere in den Städten Solothurn und Olten.

Der Vorstoss verlangt weiter eine rasche Vorgehensweise, um suchtkranke Menschen vor Obdachlosigkeit zu schützen und die Beschaffungskriminalität zu reduzieren. Zudem wird eine Finanzierungshilfe von bislang gemeindeeigenen Aufgaben für die Jahre 2026 bis 2028 gefordert.

Die Forderungen sowie die Schwierigkeit einer sich immer weiter ausbreitenden, offenen Drogenszene und Crackproblematik wurden an einer ausserordentlichen Sitzung der Sozial- und Gesundheitskommission SOGEKO intensiv diskutiert.

Zur Entlastung der besonders betroffenen Städte – und um eine zügige Unterstützung zu ermöglichen – schlägt der Regierungsrat vor, den Lastenausgleich vorübergehend anzupassen. Dadurch könnten Städte finanziell entlastet werden, während andere Gemeinden stärker beitragen müssten. Die Mitglieder der SOGEKO haben dem Regierungsratsantrag gegenüber dem Originalantrag mit einem knappen Stimmenverhältnis zugestimmt. Der Originalantrag hätte den Kanton insbesondere finanziell stärker in die Verantwortung genommen. Einigkeit herrscht allerdings dahingehend, dass die Crack-Krise nicht gelöst ist und den ganzen Kanton noch weiter beschäftigen wird. 

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