Betrug auf Online-Marktplätzen

Kaufen und verkaufen Sie aktiv auf Kleinanzeigen-Plattformen (bspw. Facebook-Marketplace, ricardo oder tutti) Gegenstände, so ist besonders bei vermeintlichen Schnäppchen Vorsicht geboten. Kleinanzeigen-Betrug über Online-Marktplätze gehört zu den häufigsten angezeigten Cyberdelikten bei der Polizei.
Über ein gefälschtes Benutzerkonto (Fake-Account) bieten angebliche Verkäufer/-innen Gegenstände zu sehr günstigen Preisen zum Verkauf an, Diese sind dabei meistens klar günstiger als Angebote identischer Gegenstände weiterer Verkäufer/-innen, was ein zielgerichtetes Interesse auf das Betrugsangebot wecken soll. Die Käuferin oder der Käufer soll in der Folge die Waren sogleich im Voraus mittels Twint oder Banküberweisung bezahlen, ohne diese jemals persönlich gesehen zu haben. Oft werden hierbei auch Teilzahlungsoptionen angeboten um eine gewisse Sicherheit zu erwecken. Da jedoch sowieso keine Lieferung der Ware erfolgt, ist auch das Geld einer Anzahlung verloren. Um vertrauenswürdig zu wirken, wird zur Überweisung von Bankzahlungen zudem oft ein Schweizer Bankkonto angegeben. Die Kontoinhaber sind dabei aber lediglich sogenannte «Money Mules» (Geldesel), welche aus Unwissenheit zu Mithelfer/-innen der Täterschaft in der Schweiz werden und nach dem Erhalt der Banküberweisung auf ihr eigenes Konto, dass Geld sogleich ins Ausland zu den Betrügerinnen und Betrügern weiterleiten.
Weitere Informationen
Kleinanzeigenbetrug
(Zentrum für Cybersicherheit NCSC)
Betrug auf Online-Marktplätzen
(Informationen der SKP)
Polizei Kanton Solothurn
Werkhofstrasse 33 4503 Solothurn
Im Notfall 117