Medienmitteilung

Strassenverkehrserhebung: Nur minimales Wachstum in fünf Jahren

  • 14.01.2026

Das Verkehrsaufkommen auf den Solothurner Kantonsstrassen ist in den vergangenen fünf Jahren mit 0,1 Prozent nur minimal gewachsen. Deutliche Unterschiede zeigen sich jedoch zwischen den einzelnen Bezirken. Der Schwerverkehrsanteil ist insbesondere bei den Autobahnanschlüssen hoch. Beim Veloverkehr zeigt sich zwischen 2020 und 2024 insgesamt ein Wachstum von 4 Prozent.

Hintergrund: Alle fünf Jahre führt der Kanton Solothurn eine kantonale Strassenverkehrserhebung durch – zuletzt im vergangenen Juni: Erhoben wurden der motorisierte Individualverkehr sowie der Veloverkehr. An insgesamt 91 Standorten wurde der Verkehr nach Fahrzeugkategorien aufgeschlüsselt und von Hand gezählt. Am Erhebungstag standen rund 720 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I sowie Mitarbeitende der kantonalen Strassenunterhaltskreise im Einsatz. Ergänzend fliessen Daten aus den automatischen Verkehrszählstellen für den motorisierten Verkehr und den Veloverkehr in die Auswertung ein.

Entwicklung auf den Kantonsstrassen

Über alle Kantonsstrassen hinweg ergibt sich für die vergangenen fünf Jahre ein geringes Verkehrswachstum von 0,1 Prozent. Die Entwicklung in den Bezirken fällt jedoch sehr unterschiedlich aus: 

 

Thal

+ 7,5 %

Gäu

+ 3,9 %

Thierstein

+ 3,3 %

Bucheggberg

+ 3,0 %

Wasseramt

+ 1,7 %

Dorneck

+ 0,5 %

Solothurn/Lebern

– 1,6 %

Olten

– 1,8 %

Gösgen

– 2,0 %

Merklicher Zuwachs beim Veloverkehr

Beim Veloverkehr zeigt sich zwischen 2020 und 2024 an den automatischen Velozählstellen ein Fahrtenzuwachs von insgesamt 4 Prozent. Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch stark je nach Standort. Die höchsten Velofrequenzen werden auf Velowegen abseits der Kantonsstrassen gemessen.

Die neu differenziert erfassten Velokategorien zeigen, dass 51 Prozent der gezählten Zweiräder herkömmliche Velos sind. E-Bikes machen 42 Prozent aus, E-Trottinette 6 Prozent und Cargobikes 1 Prozent.

Nationalstrassen und Autobahnzufahrten

Auf den Nationalstrassen im Kanton Solothurn variiert die Verkehrsentwicklung in den vergangenen fünf Jahren stark. Die Spannweite reicht von einem Zuwachs von 0,1 Prozent auf der A1 bis zu 7,5 Prozent auf der A2.

Auch bei den Autobahnzufahrten im Kanton Solothurn zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Während bei der Westtangente Solothurn sowie auf der Strecke Olten–Aarburg rückläufige Verkehrszahlen zu verzeichnen sind, haben die Verkehrsbelastungen beim Autobahnanschluss Kriegstetten, beim Anschluss Oensingen Süd sowie auf der Verbindung nach Balsthal zugenommen. Der Schwerverkehrsanteil am Gesamtverkehr beträgt im Durchschnitt 6,3 Prozent. Die höchsten Anteile werden bei den Autobahnanschlüssen gemessen – mit einem Spitzenwert von 24 Prozent in Egerkingen. Bereits im Jahr 2020 wurden beim Autobahnanschluss Egerkingen mit 22 Prozent die höchsten Schwerverkehrsanteile gemessen.

Die meisten Juraübergänge weisen – wie bereits in der Vorperiode – Verkehrszunahmen auf. Am stärksten ist diese mit 18 Prozent am Passwang.

 

Weitere Informationen: Broschüre Strassenverkehrserhebung 2025

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