Prof. em. Dr. Kathrin Altwegg-von Burg, Anerkennungspreis

Eigentlich hatte die gebürtige Kluserin und Arzttochter den Berufswunsch Archäologin. Kurz vor der Maturität am Gymnasium Solothurn entschloss sie sich aber für ein Physikstudium an der Universität Basel – als einzige Frau in ihrem Semester. 1982 wurde sie Mitglied der Forschungsgruppe von Professor Hans Balsiger im Bereich Weltraumforschung und Planetologie an der Universität Bern, wo sie an der Auswertung der von der Raumsonde Giotto gesammelten Daten zum Kometen Halley mitarbeitete. 1996 erfolgte die Habilitation und gleichzeitig die Ernennung zur Leiterin des Projektes ROSINA. Mit Hilfe dieses Massenspektrometers an Bord der Raumsonde Rosetta gelang es, den Kometen «Chury» zu vermessen und zu erforschen, was Kathrin Altwegg hohe wissenschaftliche Anerkennung einbrachte. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist ihr die Förderung des Nachwuchses und insbesondere des Frauenanteils in der naturwissenschaftlichen Forschung ein grosses Anliegen. Ihr öffentliches Engagement gilt auch der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beispielsweise durch vermehrte Teilzeitarbeit auch in Führungspositionen.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn verleiht Kathrin Altwegg den Anerkennungspreis 2021 als Pionierin in der Wissenschaft und der Gesellschaft.
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