Giacun Caduff

Preis für Film und Filmvermittlung

Der Schweizer Regisseur und Produzent Giacun Caduff, 1979 geboren und 37 Jahre lang in Gempen wohnhaft, zog 2001 für seine Studien in Film and Electronic Arts sowie Creative Producing nnach Los Angeles. Dort war er unter anderem als Praktikant bei Hollywood-Ikone John Malkovich tätig und gründete 2006 das Kurzfilmfestival box[ur]shorts. 2008 kehrte Giacun Caduff in die Schweiz zurück. Er ist Mitbegründer des Gässli Film Festivals in Basel und eines Autokinos in Pratteln. Der von Caduff produzierte Film «La Femme et le TGV» wurde 2017 im Rahmen der 89. Academy Awards in der Rubrik Bester Kurzfilm für einen «Oscar» nominiert.

Für seine Arbeit als Filmschaffender erhält Giacun Caduff den Preis für Film und Filmvermittlung 2025 des Kantons Solothurn.

Giacun Caduff ist 1979 geboren. Er ist in Gempen, Bezirk Dorneck, aufgewachsen, wo er auch 30 Jahre lang gelebt hat. Schon während seiner Schulzeit realisierte er Filme auf Super-8mm und VHS-Videoformat, dabei entstanden zwischen 1992 und 1999 Kurzfilme, die von seiner Liebe zum Film erzählen. Seine Maturarbeit war ein Drehbuch zu einer James-Bond-Persiflage, die er mit Schulfreunden und Bekannten verfilmte. Nach der Matur reiste Caduff nach Amerika und absolvierte das Master-Studium am Producers Program der University of California in Los Angeles, welches er mit der Produktion des Spielfilms «Etienne!» von Jeff Mizushima abschloss. Als Nicht-Amerikaner kann man in den USA – vornehm ausgedrückt – nur Praktikumsarbeiten in der Filmindustrie leisten. Sprich: gratis arbeiten. Giacun Caduff machte dies bei diversen US-Filmfirmen, kam in Berührung mit Hollywood-Persönlichkeiten und merkte, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Er sammelte aber Erfahrungen als Writer, Director und Producer.

Selbstverständlich will jede und jeder Filmschaffende den eigenen Film machen. Giacun Caduff realisierte nach verschiedenen Assistenzen bei einheimischen Filmproduktionen 2014 endlich seinen ersten eigenen Spielfilm: «20 Regeln für Sylvie», eine verspielte Geschichte um einen besorgten Vater, der seiner wegziehenden Tochter 20 schriftliche Regeln aufstellt. Der Film kam 2016 in die Schweizer Kinos und wurde als «umwerfendes Genrekino» bezeichnet. 

Giacun Caduff ist Mitbegründer des Basler Gässli-Filmfestivals sowie eines Autokinos in Pratteln, denn Filme sollten nicht nur hergestellt, sondern auch gezeigt werden. Zusammen mit anderen übernahm er dieses Jahr das Organisationsmandat für das MovieCamp, eine Plattform für Kinder und Jugendliche, die ihren Weg zum Film finden wollen.

Für seine Arbeit als Regisseur, Produzent und Förderer erhält Giacun Caduff den Preis für Film und Filmvermittlung 2025 des Kantons Solothurn.

Amt für Kultur und Sport