Lisa Christ

Preis für Literatur

Das gesprochene und das geschriebene Wort sind zentral im künstlerischen Leben der 1991 in Olten geborenen Lisa Christ. Sie hat die Gabe, uns mit Worten den Spiegel vorzuhalten. Bereits als junge Kulturschaffende wagte sie sich an Poetry Slams auf die Bühne, gewann 2018 das Kabarett- Casting der Oltner Kabarett-Tage und stand 2019 mit ihrem ersten Soloprogramm auf der Bühne. Im selben Jahr veröffentlichte sie das Buch «Im wilden Fruchtfleisch der Orange». Dieses Jahr hat die Spoken-Word-Künstlerin den Salzburger Stier gewonnen. Lisa Christ ist in der Schweizer Kleinkunstszene eine feste Grösse – auf der Bühne, in Podcasts oder in der SRF-Satire-Sendung «Zytlupe».

Als Anerkennung für ihre Tätigkeit erhält Lisa Christ den Preis für Literatur 2025 des Solothurner Regierungsrats.

Lisa Christ war in Sachen Bühnenerfahrung eine Frühreife. 1991 geboren und in der Region Olten aufgewachsen, präsentierte sie bereits als 16-Jährige erste Texte an Poetry Slams und wurde in diesem Fach auch U20-Schweizer Meisterin. Das gesprochene und das geschriebene Wort sollten fortan zentral bleiben in ihrem künstlerischen Wirken. Lisa Christ nahm am Jugendliteraturwettbewerb des Kantons Solothurn teil und erhielt 2016 den Förderpreis für Literatur des Kantons Solothurn. 2018 erschien im Oltner Knapp Verlag ihr Buch «Im wilden Fruchtfleisch der Orange». Auf der Bühne machte Lisa Christ den Schritt von Poetry Slam zum Kabarett, einer Sparte, in der die Künstlerin 2018 das Casting der Oltner Kabarett-Tage gewann. Ein Jahr später folgte das erste abendfüllende Soloprogramm unter dem Titel «Ich brauche neue Schuhe». 

Mittlerweile ist die Spoken-Word-Künstlerin eine feste Grösse in der Schweizer Kulturszene und auf verschiedenen Bühnen präsent. Dazu gehören neben Gedrucktem und Bühnenstücken auch Podcasts, die SRF-Satire-Sendung «Zytlupe» oder ihr Instagram-Kanal. Im Frühling dieses Jahres erhielt Christ den renommierten Kleinkunstpreis «Salzburger Stier». 

Ob ungerechte patriarchale Strukturen oder Ernährungsgurus mit Hang zum Missionarischen: Was Lisa Christ im Alltag aufregt, regt sie für ihre Arbeit an. Auch wenn die Künstlerin weiss, dass sie die Welt nicht verändern kann, so will sie mit ihren Beiträgen zumindest in den Köpfen des Publikums etwas auslösen. Genau, aber auch selbstkritisch, schaut sie auf unser Tun im Hier und Jetzt und ist überzeugt, dass das Private auch politisch ist. Aus der Wut als anfänglicher Triebfeder ihres Schaffens ist inzwischen der Blick auf das Verbindende in Beziehungen und in der Gesellschaft geworden. Lisa Christ ist eine Wort-Arbeiterin im besten Sinn. Sie schlägt Brücken zwischen Mikrofon und Papier, zwischen Bühne und Buch. Es geht bei ihr nicht um das Wie, sondern um das Was. 

Als Anerkennung für ihre Gabe, uns mit Worten den Spiegel vorzuhalten, erhält Lisa Christ den Preis für Literatur 2025.

Amt für Kultur und Sport