Prof. Dr. Caroline Arni

Preis für Kulturpflege und Geschichte

Prof. Dr. Caroline Arni, 1970 in Solothurn geboren, studierte an der Universität Bern Geschichte und Soziologie. Sie folgte 2009 dem Ruf an die Universität Basel, wo sie seit 2012 als ordentliche Professorin für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts tätig ist. Caroline Arni hat sich als äusserst profunde und international rezipierte Historikerin hervorgetan sowie als Schriftstellerin, welche ihre Forschungen zu verdichten und in literarischer Qualität zu vermitteln vermag. Unter ihren zahlreichen Publikationen ist das poetische Buch «Lauter Frauen» von 2021 hervorzuheben, welches zwölf Frauenportraits aus fünf Jahrhunderten vereint, beginnend bei ihrer Grossmutter in Solothurn.

Als Anerkennung für ihr vielfältiges historisches Forschen und Schreiben erhält Caroline Arni den Preis für Kulturpflege und Geschichte 2025 des Kantons Solothurn.

In ihrem Buch «Lauter Frauen» schrieb die 1970 in Solothurn geborene Historikerin Caroline Arni über ihre Grossmutter in Biberist. Im kurzen Text eröffnet sich ein Universum von Beobachtungen, Bezügen und Bedeutungen. Arni sagte über ihre Grossmutter: «Eine wie andere und so wie keine.» Es sind solche Sätze, die nachhallen. Voll gelehrter Erkenntnis, aber nie belehrend. Im Gegenteil: Arni stösst Fragen an, erwägt Möglichkeiten, lenkt den Blick in neue Richtungen.

Caroline Arni studierte an der Universität Bern Geschichte und Soziologie, wo sie nach dem Lizentiat von 1998 als Assistentin arbeitete. 2002 erschien ihre mehrfach ausgezeichnete Dissertation über die Krise von Geschlechterbeziehungen und Ehe um 1900. In der Folge weilte Arni als Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds für Forschungsaufenthalte in Essen, Paris und Princeton (USA). Ab 2007 arbeitete sie an der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich und nahm Lehraufträge der Universitäten Bern und Zürich wahr. 2012 berief sie die Universität Basel als Professorin für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Zu Caroline Arnis Forschungsschwerpunkten gehören soziale Beziehungen, Wissenschaftsgeschichte, und Kultursoziologie. Sie publizierte zum Konzept der Freundschaft, zur Pränatalmedizin und über den Liebesdiskurs in der Moderne. Die Solothurnerin hat sich als äusserst profunde und international rezipierte Historikerin hervorgetan. Sie hat zudem für ein Publikum ausserhalb der Scientific-Community geschrieben, etwa im Magazin NZZ Geschichte. Mit dem eingangs geschilderten Buch ist sie als Autorin in Erscheinung getreten, welche ihre Forschungen zu verdichten und in literarischer Qualität zu vermitteln vermag.

Als Anerkennung für ihr vielfältiges historisches Forschen und Schreiben erhält Caroline Arni den Preis für Kulturpflege und Geschichte 2025.

Amt für Kultur und Sport