Letzten Samstagvormittag ging beim lokalen Jagdaufseher die Meldung ein, dass in Biberist ein grösseres hundeähnliches Tier von einem Zug erfasst worden war. Vor Ort konnte der Jagdaufseher nur noch der Tod des Tieres feststellen. Es handelt sich um einen ausgewachsenen männlichen Wolf. Personen wurden beim Unfall nicht verletzt.
Der Kadaver des Tieres wurde am Montag für weitere Untersuchungen in das Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit der Universität Bern gebracht. Die genaue Herkunft und Abstammung des Wolfes sind derzeit noch unbekannt.
Wölfe wandern seit 1995 von Frankreich und Italien natürlich in die Schweiz ein. Hierzulande werden gemäss neustem Monitoring (Februar 2026) 43 Wolfsrudel bestätigt. Im Kanton Solothurn sind vornehmlich und sporadisch Einzelwölfe auf der Suche nach neuen Lebensräumen unterwegs.
Wölfe sind äusserst anpassungsfähig und mobil. Sie finden sich in der Kulturlandschaft gut zurecht. Auch die Siedlungsräume gehören zum Streifgebiet der Wölfe. Dabei nutzen sie Strassen und Schienen als bequemsten Weg.
Wölfe bemerken menschliche Anwesenheit in der Regel sehr schnell und bleiben auf Distanz.
Weitere Informationen
Grossraubtiere (Wolf) im Kanton Solothurn
Herdenschutz – Fachwissen und Beratung (Wallierhof)
Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA)