Hintergrund: Angesichts steigender Schülerzahlen benötigt das Heilpädagogische Schulzentrum (HPSZ) zusätzliche Räume. Das Hochbauamt hat im Auftrag des Departements für Bildung, Kultur und Sport verschiedene Optionen geprüft. Als geeigneter Standort wurde das Usego-Areal in Olten ausgewählt. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen dort fünf zusätzliche Klassen sowie Gruppen- und Spezialräume untergebracht werden. Vorgesehen ist ein Mietvertrag über vorerst 15 Jahre. Langfristig verfolgen das Volksschulamt und das Hochbauamt aber eine Gesamtlösung für die Region Olten/Gösgen, um die heilpädagogischen Angebote an einem Standort zu bündeln. Die Mehrheit der Bildungs- und Kulturkommission BIKUKO erkennt den Mehrbedarf an Räumlichkeiten an und hiess das Geschäft entsprechend gut. Die steigenden Schülerzahlen betrachtet sie jedoch mit Sorge.
Abschaffung von Leistungschecks am Ende der Sekundarstufe I
Die FDP.Die Liberalen-Fraktion fordert die Abschaffung der so genannten S3-Checks. Diese Tests dienen dazu, die Kompetenzen von Schülern und Schülerinnen der dritten Klasse der Sekundarstufe I kantonsübergreifend zu erfassen. Kritisiert wird insbesondere, dass die Testergebnisse erst kurz vor Ende der obligatorischen Schulzeit vorliegen und deshalb nur eingeschränkt genutzt werden können. Der Regierungsrat spricht sich dafür aus, den Zeitpunkt der Durchführung zu überprüfen. So sollen die förderdiagnostischen Erkenntnisse des Tests besser nutzbar werden. Die Mehrheit der vorberatenden Bildungs- und Kulturkommission hält die S3-Checks aber für überflüssig und sprach sich für den ursprünglichen Antrag aus.
Immersiver Fremdsprachenunterricht an Schulen
Zudem wurde ein Auftrag der Fraktion GRÜNE diskutiert. Dieser verlangt die Einführung eines flächendeckenden immersiven Sprachunterrichts. Immersiver Sprachunterricht legt den Schwerpunkt auf die praktische Anwendung von Sprache in realitätsnahen Situationen und soll laut Forschungen zielführend sein und effizienter als der reguläre Sprachunterricht. Dies soll zu einem besseren Verhältnis zwischen Aufwand und tatsächlichen Lernerfolg führen. Der Regierungsrat verweist auf das bereits bestehende Projekt «SOprima». Infolge dieses Projekts wurden mehrere Bereiche des immersiven Fremdsprachunterrichts bereits aufgegleist. So wurde der immersive Französischunterricht bereits an einigen Schulen eingeführt. Unter das Projekt fällt aber auch die Förderung von Austauschprojekten zwischen Klassen und zwischen Lehrpersonen. Die Schulen im Kanton Solothurn befinden sich derzeit auf unterschiedlichen Stufen der Umsetzung des immersiven Unterrichts. Eine wortgetreue Umsetzung des Antrags würde über das Ziel hinausschiessen und die einzelnen Schulen vor Umsetzungsprobleme stellen. Die Kommissionsmitglieder unterstützen den Auftrag mehrheitlich nicht und folgen damit dem Regierungsrat.