Hintergrund: Die Westtangente von Solothurn ist eine der am stärksten belasteten Strassen im Kanton – pro Werktag wird sie von fast 30'000 Fahrzeugen befahren. Während der Hauptverkehrszeiten führt die hohe Belastung zu Problemen: Teilweise gibt es Rückstau bis auf die Autobahn A5, was eine grosse Unfallgefahr darstellt. Auch von Bellach her stehen die Fahrzeuge häufig im Stau. Dies führt zu langen Fahrzeiten und verschlechtert die Erreichbarkeit der Gemeinden und Quartiere im Westen von Solothurn.
Mehrere Massnahmen zur Verkehrssteuerung geplant
Das Amt für Verkehr und Tiefbau hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) ein Massnahmenpaket zur Verbesserung der Verkehrssituation ausgearbeitet. Dieses umfasst Optimierungen auf der Westtangente sowie Massnahmen auf den Zubringerstrassen. Dadurch soll das Verkehrsaufkommen besser gesteuert werden. Zu den Massnahmen gehört beispielsweise die neue Busspur auf der Weissensteinstrasse.
Auf der Westtangente sind insbesondere folgende Massnahmen vorgesehen:
drei Fahrstreifen auf der Weststadtbrücke über die Aare: zwei in Richtung Obach und einer in Richtung Autobahn
eine neue Abfahrtsrampe vom Knoten Lackenhof südlich der Weststadtbrücke zur Bürenstrasse
Über die neue Rampe können Fahrzeuge von der Autobahn direkt in Richtung Bürenstrasse fahren, ohne den Gegenverkehr zu behindern. Dadurch werden die Verkehrsströme entflochten und das Risiko eines Rückstaus auf die Autobahn reduziert.
Die Kosten für die neue Abfahrtsrampe und den zusätzlichen Fahrstreifen auf der Weststadtbrücke betragen insgesamt rund 13 Millionen Franken.
Öffentliche Mitwirkung läuft bis 18. September
Zu den Projekten «Ausbau Knoten Lackenhof» und «Weststadtbrücke» wird eine öffentliche Mitwirkung durchgeführt. Interessierte Personen können ihre Anliegen und Hinweise zu den Vorhaben ab sofort und bis 18. September einbringen.
Nach Abschluss der Mitwirkung werden die eingegangenen Anregungen und Vorschläge geprüft. Soweit möglich und zweckmässig, werden diese in der weiteren Projektierung berücksichtigt. Die öffentliche Planauflage ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Der Baubeginn ist für 2030 vorgesehen – die Bauarbeiten werden rund zwei Jahre dauern.